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Plastiktüten in Mauretanien seit Neujahr verboten

Nouakchott (afp) – In Mauretanien sind seit Neujahr aus Umweltschutzgründen Herstellung, Verbreitung und Nutzung von Plastiktüten verboten. Wie die nationale Nachrichtenagentur AMI unter Berufung auf das Umweltministerium meldete, drohen bei Zuwiderhandlung Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr und Geldbußen von umgerechnet bis zu 2500 Euro. Der Umweltminister Amedi Camara sagte, fast alle Plastiktüten fänden sich in der Natur wieder statt entsorgt zu werden.

Der Verzehr von Platiktüten durch Meerestiere oder Vieh führe in einigen Fällen zu deren Tod, ergänzte der Minister. Vier Fünftel der in den Schlachthöfen von Nouakchott getöteten Rinder hätten Plastiktüten in ihren Pansen.

Der Plastikabfall macht amtlichen Statistiken zufolge ein Viertel der jährlich in der Hauptstadt des nordwestafrikanischen Landes anfallenden 50.000 Tonnen Müll aus. Die Regierung wirbt seit Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) und örtlichen Nichtregierungsorganisationen für neue Tüten, die teils aus Papier bestehen und sich „in der Natur auflösen“.