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Unternehmen in Frankreich gegen Diskriminierung von Homosexuellen

Paris (afp) – In Frankreich haben sich neun große Unternehmen verpflichtet, gegen die Diskriminierung von Homosexuellen am Arbeitsplatz vorzugehen. Es gelte ein Betriebsklima zu schaffen, in dem sich „niemand mehr verstecken muss“, heißt es in einer Charta, die Vertreter der Firmen am Montag im Ministerium für Frauenrechte in Paris unterzeichneten. Frauenrechtsministerin Najat Vallaud-Belkacem sagte, „Hirngespinste, Diskriminierungen und Gewalt“ müssten aufgespürt werden, wo sie existierten.

An der Initiative beteiligen sich unter anderen das Consulting-Unternehmen Accenture, die Handelskette Casino, der Computerhersteller IBM, der Mobilfunkbetreiber Orange und die Zeitarbeitsagentur Randstad. Ausgearbeitet wurde die Charta mit Hilfe der Vereinigung L’Autre Cercle (Der andere Kreis). Deren Angaben zufolge machen mehr als zwei Drittel aller Homosexuellen in Frankreich aus Sorge vor Diskriminierung am Arbeitsplatz ein Geheimnis aus ihrer sexuellen Neigung.

Vallaud-Belkacem hatte im Oktober 2012 einen großangelegten Plan gegen Homophobie lanciert. Auch an anderer Stelle setzt sich die sozialistische Regierung für mehr Rechte für Homosexuelle ein: Ab Ende Januar befasst sich die Nationalversammlung mit einem Gesetzentwurf zur Einführung der Homo-Ehe. Der umstrittene Gesetzentwurf, gegen den die konservative Opposition und die katholische Kirche Sturm laufen, sieht auch ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor.

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