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Gewerkschafter steigt wegen Flugreisen aus Thyssen-Aufsichtsrat aus

Frankfurt/Main (afp) – Weil er als Aufsichtsratsmitglied von ThyssenKrupp Flüge in der ersten statt der zweiten Klasse für den Stahlkonzern wahrgenommen hat, zieht sich IG-Metall-Vorstandsmitglied Bertin Eichler aus dem Aufsichtsgremium des Unternehmens zurück. Es sei „nicht alles richtig, was zulässig ist und üblich war“, erklärte Eichler am Freitag in Frankfurt am Main. Er werde deshalb die Differenz des Flugpreises zu Flügen der zweiten Klasse erstatten.

Der sich in einer „zugespitzten Krise“ befindliche Konzern dürfe nicht durch die Vergangenheit belastet werden., erklärte der Gewerkschafter. „Aus diesem Grund werde ich bei der 2013 anstehenden Wahl der Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat nicht mehr kandidieren.“

Über teure Flüge von Gewerkschaftsmitgliedern berichtete das „Handelsblatt“ vom Freitag. Eichler bestätigte, dass er in neun Jahren als Aufsichtsrat aus dienstlichen Gründen insgesamt fünf Reisen für den Konzern nach China, Thailand, in die USA und nach Kuba machte. Laut „Handelsblatt“ mietete ThyssenKrupp bei einer China-Reise für ein Formel-1-Rennen an der Rennstrecke Shanghai eigens eine Loge und bewirtete dort auch Eichler. Darauf ging dieser in seiner Erklärung nicht ein.

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