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Juncker warnt vor Unruhen als Folge von Jugendarbeitslosigkeit

Düsseldorf (afp) – Der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hat einen eigenen Haushalt der Eurozone unter anderem zum Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit gefordert. „Ich warne davor, die Tragödie der Massenarbeitslosigkeit und ihre Risiken für den sozialen Frieden zu unterschätzen“, sagte der luxemburgische Regierungschef der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf vom Freitag. Gelinge es nicht, die Arbeitslosigkeit einzudämmen, drohten soziale Unruhen in Europa.

Juncker will den Vorsitz der Eurogruppe bei einem Treffen der Finanzminister am Montag nach acht Jahren abgeben. Nachfolger soll der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem werden. Allerdings gab es zuletzt noch Widerstand aus Frankreich dagegen, den 46-Jährigen schon am Montag zu benennen.

Generell mahnte Juncker mehr Solidarität unter den Mitgliedern des Euroraums an. „Viele Staaten der Eurozone könnten sich noch solidarischer benehmen“, sagte er der Zeitung. Seinem Nachfolger riet Juncker, „solide zu sein und sich nicht zum Werkzeug einzelner Staaten machen zu lassen“.

Die Eurogruppe ist das wichtigste Gremium der Eurozone im Kampf gegen die Schuldenkrise, ihr Vorsitz ein einflussreicher Posten. Juncker war Eurogruppenchef, seit das Amt im Jahr 2005 geschaffen wurde. Seinen Rückzug von dem Posten kündigte er von sich aus an.

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