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Essenskorb-Tausch gegen Lebensmittelverschwendung

Dresden (afp) – Ob Pralinen, Bio-Möhren oder getrocknete Pflaumen: Wer keine Verwendung für Lebensmittel im eigenen Küchenschrank hat, sie aber nicht wegwerfen will, kann über das Internet Abnehmer suchen. Über die Tauschplattform foodsharing.de fanden seit Mitte Dezember bereits mehr als tausend sogenannte Essenskörbe Abnehmer, wie die Initiatoren Sebastian Engbrocks und Valenthin Thurn am Freitag in Dresden mitteilten. Unter dem Motto „Essen verschenken statt wegwerfen“ seien mehr als 850 Kilogramm an Lebensmitteln vor der Tonne bewahrt worden.

Foodsharing.de sei eine Online-Kommunikationszentrale, mit der Privatleute, Händler und Produzenten die Möglichkeit hätten, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten und abzuholen, erklärte Engbrocks das Prinzip. Rund 6000 Nutzer beteiligen sich demnach bereits aktiv am Austausch von Essenskörben, um selbst etwas „gegen das stetig wachsende und moralisch bedenkliche Problem der Essensverschwendung“ zu tun.

Verwirklicht wurde die Idee mit Hilfe des sogenannten Crowdfunding. Dabei seien über die Internetplattform Startnext fast 800 Unterstützter gewonnen worden, die mit Spenden von mehr als 11.000 Euro den Grundstein für foodsharing.de legten, erklärte Thurn. Crowdfunding – auf Deutsch Großgruppen-Finanzierung – wird seit einigen Jahren verstärkt als Ansatz für die Geldbeschaffung durch Kleinanleger getestet. Experimentiert wird vor allem mit kreativen Projekten in Musik, Kunst und Kultur. Es gibt aber auch Ansätze, die Methode für gemeinnützige Ideen oder echte Finanzgeschäfte zu nutzen.

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