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Mehr Vertrauen in Politik und Wirtschaft

Die Deutschen haben wieder mehr Vertrauen in Politik und Wirtschaft. Wie das aktuelle Edelman-Trust-Barometer 2013 zeigt, konnten sich die miserablen Vertrauenswerte aus dem vergangenen Jahr deutlich erholen und haben um 16 Prozent zugelegt. Davon nicht profitieren können Banken, Regierungspolitiker und CEOs. Zu den Profiteuren gehören die Medien und auch NGOs konnte verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

Frankfurt (csr-news) > Die Deutschen haben wieder mehr Vertrauen in Politik und Wirtschaft. Wie das aktuelle Edelman-Trust-Barometer 2013 zeigt, konnten sich die miserablen Vertrauenswerte aus dem vergangenen Jahr deutlich erholen und haben um 16 Prozent zugelegt. Davon nicht profitieren können Banken, Regierungspolitiker und CEOs. Zu den Profiteuren gehören die Medien und auch NGOs konnte verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

„Im Bankensektor zeigt sich besonders deutlich was passiert, wenn Vertrauen erst einmal verloren gegangen ist. Der Schaden, den die Finanzkrise angerichtet hat, ist nach wie vor deutlich zu sehen“, analysiert Alexander Fink, Managing Director Corporate bei Edelman in Frankfurt. Das Vertrauen in Banken sank von 44 Prozent im Jahr 2008 auf 26 Prozent im Jahr 2012. „Es zeigt sich, dass einmal verlorenes Vertrauen schwer wieder zu gewinnen ist. Vor allem, wenn die Gründe dafür in den Banken selbst gesehen werden“, so Fink. Für 59 Prozent der Befragten in Deutschland gelten die von Boni bestimmte Unternehmenskultur, Korruption und Interessenskonflikte als Hauptverursacher der Bankenkrise. Kaum besser ergeht es Regierungspolitikern und CEOs, ihnen bringen weniger als ein Drittel der Deutschen noch Vertrauen entgegen. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Inkompetenz über falsche Anreizsysteme bis hin zu Korruption. Es sind vor allem die führenden Persönlichkeiten, denen das Vertrauen entzogen wird, denn im Allgemeinen hat das Vertrauen in Politik und Wirtschaft deutlich zugelegt. Qualität bei Produkten und Dienstleistungen genauso wie gute Unternehmensergebnisse betrachten die Deutschen eher als Pflichtübung. „Was Menschen dagegen wirklich erwarten und selten sehen, ist ethisches Handeln“, so Fink. Der Blick auf das Ranking der 16 vertrauensbildenden Eigenschaften, die Edelman definiert, macht es deutlich: Der gute Umgang mit Mitarbeitern (Platz 1), die Berücksichtigung von Verbraucherwünschen (Platz 2), transparente Geschäftsabwicklung (Platz 4) und ethisches Handeln (Platz 8) sind entscheidende Punkte, mit denen Unternehmen nachhaltig eine gute Reputation und Vertrauen aufbauen können. Gleichzeitig werden Unternehmen gerade in diesem Bereich den Erwartungen nicht gerecht. So erwarten 60 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter gut behandeln, aber nur 14 Prozent sind der Ansicht, dass Firmen das auch tun.

Vor allem aus dem Ausland wird der deutschen Wirtschaft und der Politik hohes Vertrauen entgegengebracht. Die deutsche Wirtschaft wächst noch und auch die Politik hat bislang durch die Krise noch keinen größeren Schaden genommen. So kommt es, dass viele Europäer vor allem Deutschland eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Eurokrise zuschreiben. „Made in Germany wird nicht mehr nur als ökonomisches, sondern auch als politisches Erfolgsmodell gesehen“, so Susanne Marell, CEO von Edelman Deutschland. Genau dieses Modell wird in Europa dringender denn je benötigt. Denn Europa bewegt sich nach wie vor in die falsche Richtung: Dieser Meinung ist die Mehrheit der Befragten (61 Prozent). Die Lösung der europäischen Schuldenkrise trauen 48 Prozent der Befragten der EU und nur 32 Prozent der eigenen Regierung zu. Der Blick auf Deutschland zeigt ein anderes Bild: 44 Prozent sagen, dass die eigene Regierung die Krise besser meistert als die EU (38 Prozent). Doch nicht nur das Vertrauen in die EU und in Deutschland als Krisenbewältiger ist gestiegen, sondern auch das Vertrauen der Deutschen insgesamt.

 

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