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„Top Job“-Award verliehen: Höchstleistung am Arbeitsplatz braucht Gesundheitsförderung

Im Sport ist der Zusammenhang zwischen Höchstleistung und Gesundheit bekannt. In vielen Unternehmen dagegen werden Mitarbeiter mit „maximalem Druck“ zur Leistung getrieben – ohne zugleich deren Gesundheit zu fördern. Das sagte die Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen, Prof. Heike Bruch, am Donnestag bei der Verleihung der „Top-Job“-Awards.

Duisburg (csr-news) – Im Sport ist der Zusammenhang zwischen Höchstleistung und Gesundheit bekannt. In vielen Unternehmen dagegen werden Mitarbeiter mit „maximalem Druck“ zur Leistung getrieben – ohne zugleich deren Gesundheit zu fördern. Das sagte die Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen, Prof. Heike Bruch, am Donnerstag in Duisburg. Es gehe darum, „Mitarbeiter zur Höchstleistung zu führen und dabei darauf zu achten, dass es ihnen gut geht“. Bruch sprach bei der Verleihung der „Top-Job“-Awards, für die von der Universität St. Gallen Unternehmensvergleiche erstellt werden. Neben der ergebnisorientierten und der emotionalen Führung wird dabei neuerdings auch die gesundheitsorientierte Führung untersucht. Letztere sei in den mittelständischen Unternehmen bisher nicht so stark ausgeprägt.

Bei der gesundheitsorientierten Führung gehe es nicht um Einzelmaßnahmen wie die Beschäftigung eines Physiotherapeuten. „Einzelmaßnahmen helfen nicht“, sagte Bruch. „Ganz entscheidend ist das Erleben am Arbeitsplatz.“ Dort müsste der Mitarbeiter spüren, dass er ernst genommen werde. Für die Personalverantwortlichen bedeute eine gesundheitsorientierte Führung auch, „auf sich selber zu achten und sich klarzumachen, dass man nicht unersetzlich ist.“

„Arbeitgeber des Jahres“: Teambank, abat Gruppe, Dornseif

Mit dem von der Agentur compamedia vergebenen „Top Job“-Qualitätssiegel werden Mittelständler für eine vorbildliche Personalarbeit ausgezeichnet. An dem aktuellen Benchmarking nahmen 131 Unternehmen teil, 89 erhielten die „Top Job“-Auszeichnung. In Duisburg wurden zudem die Unternehmen als „Arbeitgeber des Jahres“ geehrt, die bei dem Benchmarking am besten abgeschnitten hatten. Das waren die TeamBank aus Nürnberg (Größenordnung über 500 Mitarbeiter), das Beratungs- und Entwicklungsunternehmen abat Gruppe aus Bremen (101 bis 500 Mitarbeiter) sowie der Winterdienstleister Dornseif aus Münster (20 bis 100 Mitarbeiter). Die mit dem Qualitätssiegel versehenen Arbeitgeber beschäftigen im Schnitt 328 Mitarbeiter und sind zur Hälfte in Familienbesitz. 40 Prozent der Ausgezeichneten entlohnen ihre Beschäftigten übertariflich.

Zu viele Jugendliche scheitern am Arbeitsmarkt

Mentor des „Top Job“-Awards ist der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesminister a.D., Wolfgang Clement (Foto). Die Perspektive des Mittelstandes drohe im beginnenden Bundestagswahlkampf zu kurz zu kommen, sagte Clement. Entscheidend für die Zukunft sei die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Deutschen brauchten sich über die Zukunft der Rente keine Sorgen zu machen, wenn es gelänge, die jungen Menschen in Beschäftigung zu bringen, die bisher am Arbeitsmarkt scheitern. Der ehemalige SPD-Politiker: „Das sind immer noch zu viele.“

Vernetzen und Synergie schaffen

Compamedia-Geschäftsführerin Silke Masurat kündigte an, dass es bei dem Benchmarking für 2013 einen Branchen-Award für das Hotel- und Gaststättengewerbe geben wird. Zudem werde „Top Job“ noch stärker in Richtung Entwicklung der beteiligten Unternehmen gehen. Mit dem Benchmarking wolle Compamedia die Position des Mittelstands stärken. Masurat: „Wir können vernetzen, Synergien schaffen und weitergeben.“

Weitere Informationen zu dem Wettbewerb und dessen Siegern im Internet:
www.topjob.de