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Dreyer fordert neues Bundesprogramm für barrierefreies Wohnen

Berlin (afp) – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat eine Neuauflage des Bundesprogramms für die Schaffung barrierefreien Wohnraums gefordert. Die meisten Altbestände an Wohnraum seien nicht alters- oder behindertengerecht, sagte Dreyer am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Das Bauprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) „war ein sehr gutes Programm, das haben auch viele in Anspruch genommen“, sagte sie. „Es ist aber leider von der Bundesregierung abgeschafft worden.“

Die Ministerpräsidentin betonte, kostenneutral seien etwa alternative und generationsübergreifende Wohnprojekte nicht zu realisieren. Als problematisch wertete Dreyer, dass besonders in den Dörfern viele Menschen ihre vertraute Umgebung, in der sie seit vielen Jahrzehnten lebten, verlassen müssten, weil Häuser und Wohnungen nicht barrierefrei seien.

Ihre Vision sei es, irgendwann in jeder Kommune ein für Alte und Behinderte geeignetes Wohnprojekt zu haben. „Man braucht schon so etwas wie eine Bürgerbewegung, die sagt, wir wollen unsere ländliche Region oder auch unsere Stadt ein Stück umgestalten, dass sie zukunftstauglich ist“, sagte Dreyer. Die an Multipler Sklerose erkrankte Politikerin lebt selbst in einem generationsübergreifenden Wohnprojekt.