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CSR-Tag auf der Internationalen Tourismusbörse

Berlin (csr-news) > Auch in diesem Jahr wird im Rahmen der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin ein CSR-Tag veranstaltet. Am 7. März werden aktuelle Strategien, Best-Practice-Beispiele und Marktpotenziale eines nachhaltigen Tourismus behandelt. Dabei geht es zum Beispiel um Begegnungen bei Urlaubsreisen, Konflikte um die lebensnotwendige Ressource Wasser und den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung. Dr. Martin Buck, Direktor Kompetenzcenter Travel & Logistics Messe Berlin, kommentiert: „Wir räumen dem nachhaltigen Tourismus mit dem CSR Day auf dem ITB Berlin Kongress bereits seit vier Jahren eine große Bühne ein. So tragen wir der zunehmenden Bedeutung von Corporate Social Responsibility Rechnung. Die Bandbreite an Themen zeigt, dass CSR längst nicht mehr zu den Nischensegmenten gehört, sondern ein integraler Bestandteil der modernen Unternehmensphilosophie in der internationalen Reisebranche ist“.

Den Anfang macht am 7. März 2013 Dr. Kelly S. Bricker, University of Utah, Chair of the Global Sustainable Tourism Council GSTC and Chair of The International Ecotourism Society TIES, mit einer Keynote zum Thema „Nachhaltiger Tourismus und die ‘Millenium Development Goals’.” Anschließend wird es um Geschlechtergleichstellung und Frauen in Führungspositionen gehen. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob und wie sich das Produktangebot in der Touristik ändert, wenn Frauen Strategieentscheidungen treffen. Das diesjährige Studiosus-Gespräch behandelt das Thema „Begegnungen auf Urlaubsreisen.“ In der Diskussionsrunde geht es unter anderem um die Erwartungshaltungen von Urlaubern und Einheimischen und wie sie möglichst sozial verantwortlich in Einklang gebracht werden können. Auf dem Podium sprechen zu dem Thema der Reiseblogger Johannes Klaus, Gopinath Parayil, Founder The Blue Yonder India, Peter Strub, Managing Director Studiosus sowie Dr. Dietlind von Laßberg, Stellvertretende Vorsitzende Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V.. Die Verknappung der lebensnotwendigen Ressource Wasser und die daraus resultierenden Konflikte zwischen Touristen und Einheimischen ist Thema eines Vortrags der renommierten Wissenschaftlerin Dr. Stroma Cole, Senior Lecturer, Geography and Environmental Management, University of the West of England.

Als Best-Practice-Beispiel einer zertifizierten nachhaltigen Destination präsentiert sich das deutsche Bundesland Baden-Württemberg. Wie das System der Zertifizierung aussieht und ob es sich auch auf andere Bundesländer übertragen lässt, erklären Wolfgang Baur, Leiter der Abteilung Naturschutz und Tourismus, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Baden-Württemberg und Angela Giraldo, Geschäftsführerin, KATE – Kontaktstelle für Umwelt & Entwicklung. Um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung geht es bei der Diskussionsrunde „The Code of Conduct for Child Protection: Herausforderungen und Implementierungshürden“ mit den Referenten Inge Huijbrechts, Director Responsible Business, Rezidor Hotel Group, Matthias Leisinger, Chair of the Board of Directors, The Code, Head of Corporate Responsibility, Kuoni Travel Ltd., Bo Viktor Nylund, Senior Advisor CSR, PFP, UNICEF und Jennifer Seif, Local Code Representative Südafrika, Executive Director, Fair Trade in Tourism South Africa (FTTSA). Die ITB Berlin hat den Code of Conduct unterschrieben und setzt sich weltweit für dessen Umsetzung ein.

Wie Markenkommunikation gestaltet sein muss, damit sich nachhaltige Produkte erfolgreicher verkaufen, erklärt Dr. Roger Wehrli, Dozent und Forschungsleiter, Institut für Tourismuswirtschaft, Hochschule Luzern, der die Studienergebnisse einer internationalen empirischen Erhebung erstmals auf der ITB Berlin vorstellt.