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Puma kommt mit erster Cradle-to-Cradle-Kollektion auf den Markt

Puma will das nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen der Welt werden und hat auf dem Weg dahin erstmals eine Kollektion präsentiert, die einen vollständig geschlossenen Produktlebenszyklus vorweisen kann. Schuhe, Taschen und Accessoires der InCycle-Produktpalette sind vollständig biologisch abbaubar bzw. können wiederverwertet werden. Ab März sind die Produkte im Handel.

Boston, Massachusetts (csr-news) > Puma will das nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen der Welt werden und hat auf dem Weg dahin erstmals eine Kollektion präsentiert, die einen vollständig geschlossenen Produktlebenszyklus vorweisen kann. Schuhe, Taschen und Accessoires der InCycle-Produktpalette sind vollständig biologisch abbaubar bzw. können wiederverwertet werden. Ab März sind die Produkte im Handel.

„Die InCycle-Produktpalette von PUMA, die gemäß den Anforderungen des Cradle-to-Cradle Certified(CM) Basic gefertigt werden, symbolisieren einen enormen Schritt nach vorne bei der Verkleinerung unseres ökologischen Fußabdrucks“, so Reiner Hengstmann, Global Director von PUMA Safe. Mit der Entwicklung der InCycle-Entwicklung Basket und Basket Tee Biodegradable soll ein Lernprozess in Gang gesetzt werden, um die Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung weiter zu verbessern. Dazu wurden die Produkte im Rahmen einer ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung analysiert, die Puma im vergangenen Oktober vorgestellt hatte. „Die Ergebnisse sprechen für sich selbst und zeigen, dass diese beiden Produkte die Umwelt um ein Drittel weniger belasteten als ihre herkömmlichen Vergleichsprodukte“, so Hengstmann. Zusammen mit den Beratern von EPEA wurde die Kollektion entwickelt, auch mit dem Ziel die Anforderungen des Cradle to Cradle Product Innovation Instituts zu erfüllen. In diesem Zertifizierungsprogramm werden die Produkte anhand von fünf Nachhaltigkeitsfaktoren eingestuft: 1. Verwendung von ökologisch unbedenklichen und gesundheitsfördernden Materialien; 2. Konzept für die Wiederverwendung von Material einschließlich Recycling und Kompostierung; 3. erneuerbare Energie und Kohlenstoffmanagement; 4. verantwortungsbewusste Wasserwirtschaft und 5. soziale Fairness. „Wir sind sehr froh, dass eine so kraftvolle Weltmarke wie PUMA den Verbrauchern und der Industrie der Branche genau zeigt, was durch die Einführung des Cradle-to-Cradle-Certified-Products-Programms alles möglich ist“, sagte Bridgett Luther, Präsidentin des Cradle to Cradle Products Innovation Institute. „Die InCycle-Kollektion von PUMA setzt höhere Maßstäbe für das, was Verbraucher erwarten können und was die Bekleidungs- und Textilindustrie zu leisten in der Lage ist: Produkte, die nicht nur Freude bereiten und bequem sind, sondern auch von Beginn an so konzipiert sind, dass sie einen positiven ökologischen Fußabdruck hinterlassen, da sie biologisch abbaubar sind und der Industrie als wertvolle Ressource wieder zugeführt werden“.  Die InCycle-Kollektion von Puma kann durch einen technischen oder bilogischen Prozess wieder in ihre Bestandteile zerlegt werden. Materialien innerhalb des biologischen Zyklus können nach Mikroorganismen in biologische Nährstoffe aufgelöst werden und gelangen zurück ins Erdreich, sie sind also biologisch abbaubar. Materialien innerhalb des technischen Zyklus – darunter Metalle, Textilien und Kunststoffe – können zur Herstellung neuer Produkte verwendet werden.

Eine Voraussetzung für biologisch abbaubare Produkte ist, dass sie nur aus biologisch abbaubaren Materialien gefertigt werden dürfen, darunter organische Fasern ohne schädliche Chemikalien, wobei sie bestimmte internationale Standards für die Kompostierung erfüllen müssen. Puma setzt hier für das Obermaterial auf eine Mischung aus Biobaumwolle und Bioleinen. Die Sohlen werden aus einem vollständig biologisch abbaubaren Kunststoff produziert. Für Jacken und Rucksäcke setzt man bei Puma auf Recycling. Dazu sind homogene Materialien notwendig die am Ende des Lebenszyklus vollständig wiederverwertbar sind. Der Rucksack wird beispielsweise aus Polypropylen hergestellt, das in seine ursprüngliche Substanz zurückgeführt und für die Produktion neuer Rucksäcke verwendet werden kann. Die Jacke wird aus bereits recycelten PET-Flaschen produziert. Um den Anspruch der Homogenität zu gewährleisten, werden die Reißverschlüsse aus dem gleichen Rohstoff gefertigt. Um den Recyclingprozess zu unterstützen, werden in den Geschäften „Bring Me Back“-Boxen aufgestellt. Puma arbeitet hier mit dem weltweit tätigen Recyclingunternehmen I:CO zusammen.