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Behinderte: Kontroverse Diskussion über Integration

Berlin (csr-news) – Die Koalitionsfraktionen, die SPD- sowie die Linksfraktion im Bundestag wollen die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen verbessern, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hält zuerst eine genauere Bedarfsermittlung für nötig. Das zeigte eine Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales im Bundestag am Montag. CDU, CSU und FDP fordern die Bundesregierung in ihrem Antrag (17/12180) dazu auf, „zeitnah differenzierte Daten zur Situation von Behinderten auf dem Arbeitsmarkt vorzulegen, um passgenaue Strategien zur Förderung der Teilhabechancen erarbeiten zu können“. Die SPD-Fraktion möchte die Ausgleichsabgabe je unbesetztem Pflichtplatz erhöhen und die Integration in kleinen sowie mittelständischen Unternehmen stärker fördern (17/9931). Die Fraktion Die Linke will Beratung und Vermittlung für Menschen mit Behinderung garantieren (17/9758). Die BDA spricht sich dafür aus, vor weiteren Förderungen von Behinderten „mehr Transparenz über das bestehende sehr komplexe Leistungssystem mit seiner Vielzahl von unterschiedlichen Trägern“ zu schaffen. Weiter verlangt der Verband in einer schriftlichen Stellungnahme eine Analyse dazu, „welche Förderansätze nachweislich wirksam sind und ob ein Bedarf für weitere Instrumente beziehungsweise deren Ausweitung besteht“. Im Jahr 2011 betrug die allgemeine Arbeitslosenquote 7,9 Prozent, die der Schwerbehinderten dagegen 14,8 Prozent.