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CeBIT: Komplexe Sensorensysteme schützen die Natur

Das Leben im wasserreichen Doñana Nationalpark in Spanien wird durch Abwässer aus angrenzenden Industriegebieten bedroht. In Duisburg wird derzeit ein großflächiges Sensorensystem entwickelt, das Wasserverunreinigungen sofort melden und so die Natur schützen soll. Vorgestellt wird das System „Planet“ der Zeit auf der IT-Messe CeBIT in Hannover.

Hannover (csr-news) – Das Leben im wasserreichen Doñana Nationalpark in Spanien wird durch Abwässer aus angrenzenden Industriegebieten bedroht. In Duisburg wird derzeit ein großflächiges Sensorensystem entwickelt, das Wasserverunreinigungen sofort melden und so die Natur schützen soll. Vorgestellt wird das System „Planet“ der Zeit auf der IT-Messe CeBIT in Hannover.

Die Idee: An verschiedenen, gezielt ausgewählten Punkten in den Flüssen des Doñana Nationalpark versenken ferngesteuerte Hubschrauber – Drohnen – Sensoren, die Wasserverunreinigungen messen und melden. Diese Sensoren kommunizieren ihre Ergebnisse miteinander. Fällt ein Sensor aus, wird von einer Zentrale zunächst dessen Neustart getestet. Gelingt dieser nicht, organisiert sich der ganze Verbund neu, um weiterhin zuverlässliche Angaben liefern zu können. In der Zentrale werden alle Daten der Sensoren erfasst. Dort würde auch eine Verunreinigung erkannt und deren Herkunft und Verlauf beobachtet werden können.

Entwickelt wird das System „Planet“ an der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit spanischen Biologen, Unternehmen wie Boeing oder DLR Deutsche Luft- und Raumfahrt und weiteren Partnern. Dabei liegt die Herausforderung für die Entwickler in dem großflächigen Einsatz der Sensoren unter widrigen Umständen. Das erfordert zunächst planerisches Wissen. Dann müssen die Sensoren an die richtigen Positionen gebracht werden, wobei Drohnen zum Einsatz kommen. Zugleich sorgen die Projektmitarbeiter dafür, dass die Sensoren sicher im Wasser sicher verankert und so später wieder geborgen werden können, um nicht als Müll in den Flüssen zurückzubleiben. Indem die Sensoren miteinander kommunizieren und sich z.B. Installationsinformationen weitergeben, werden schließlich Kosten für umfangreichere Anlagen gespart.

Gestartet wurde das auf vier Jahre angelegte Entwicklungsprojekt vor zwei Jahren. Im diesem Sommer werden die Sensoren an ihre Einsatzorte gebracht und das System wird seine Arbeit aufnehmen. Die Erfahrungen mit dem System „Planet“ könnten durch den großflächigen Einsatz von Sensorensystemen eine neue Epoche im Umweltschutz einläuten.

Weitere Informationen im Internet:
www.planet-ict.eu

Foto: „Planet“-Modell auf der CeBIT

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