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Bosch bekennt sich zu flexiblen Arbeitszeitmodellen

Stuttgart (afp) – Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch hat flexible Arbeitszeitmodelle in neuen Unternehmensleitlinien festgeschrieben. Bosch wolle familiäre und betriebliche Bedürfnisse der Mitarbeiter in Einklang bringen, mobiles Arbeiten fördern und eine Führungskultur zu schaffen, in der Ergebnisse anstelle der Präsenz am Arbeitsplatz im Mittelpunkt stehen, wie der Konzern am Montag mitteilte. So könnten zum Beispiel Mütter und Väter flexibel von zu Hause aus arbeiten, wenn das Kind einmal krank ist. Zudem könne eine Führungskraft in Teilzeit tätig sein, um Angehörige zu pflegen.

Bereits heute bietet der Konzern seinen Beschäftigten nach eigenen Angaben mehr als hundert Arbeitszeitmodelle von Job Sharing über Teilzeit bis hin zum Arbeiten von zu Hause. “Für unsere Beschäftigten wird die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben immer wichtiger, weil Arbeitszeit auch Lebenszeit bedeutet”, erklärte Christoph Kübel, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH. Die Leitlinien sollten eine “Arbeitskultur fördern, in denen wir familiäre Verpflichtungen genauso wertschätzen wie das berufliche Engagement”.

Die neuen Leitlinien gelten demnach für die gesamte Bosch-Gruppe mit ihren weltweit mehr als 300.000 Beschäftigten. Bereits im vergangenen Jahr erhielt Bosch die Auszeichnung als familienfreundlichstes Großunternehmen Deutschlands.