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Bündnis für Ressourcenschutz

Der Naturschutz-Bund (NABU) und mehrere Unternehmen aus dem Bereich grüner Zukunftstechnologien haben die „Allianz Ressourcenschonung“ gegründet. Die bislang zwölf Mitglieder haben eine gemeinsame Erklärung verabschiedet und wollen sich für eine ökologisch-soziale Rohstoffpolitik einsetzen. Außerdem zeigt die Allianz, wie ressourcenschonende Strategien in der unternehmerischen Praxis erfolgreich umgesetzt werden können.

Berlin (csr-news) > Der Naturschutz-Bund (NABU) und mehrere Unternehmen aus dem Bereich grüner Zukunftstechnologien haben die „Allianz Ressourcenschonung“ gegründet. Die bislang zwölf Mitglieder haben eine gemeinsame Erklärung verabschiedet und wollen sich für eine ökologisch-soziale Rohstoffpolitik einsetzen. Außerdem zeigt die Allianz, wie ressourcenschonende Strategien in der unternehmerischen Praxis erfolgreich umgesetzt werden können.

Der Rohstoffverbrauch ist enorm: Wir bräuchten 2,7 Erden, wenn weltweit so gewirtschaftet würde wie heute in Deutschland, beschreibt die „Allianz Ressourcenschonung“ ihren Hintergrund. Veränderungen benötigen ein Umdenken und Handeln in Wirtschaft und Politik. NABU-Geschäftsführer Leif Miller: „Die gemeinsame Erklärung zeigt, dass Unternehmen zu viel weitreichenderen Maßnahmen bereit sind, als die Bundesregierung sie bislang verfolgt. Unternehmen wollen deutlich mehr als freiwillige Förderprogramme“. Die beteiligten Unternehmen und der NABU sehen verlässliche ordnungspolitische Vorgaben, Ressourcensteuern und eine Neuausrichtung der deutschen Rohstoffpolitik an ökologischen und sozialen Kriterien als unerlässlich an. „Anderenfalls übernutzen wir Rohstoffe und die Ökosysteme so sehr, dass die negativen ökologischen Folgen unweigerlich auch die Unternehmen einholen“, so Miller.

Seit Juli 2012 treffen sich die Unternehmer mit Vertretern des NABU um die Idee einer Allianz voranzubringen, an der Gestaltung der Rahmenbedingungen mitzuwirken und die politische Debatte voranzubringen. „Die Unternehmen haben Vorschläge zu Ressourcensteuern und zum Abbau umweltschädlicher Subventionen auf den Tisch gelegt. Nun ist die Politik gefordert, nachzuziehen“, so die NABU-Rohstoff-Expertin Ulrike Meinel. In der gemeinsamen Erklärung fordert die Allianz weitreichende Vorgaben für das ökologische Produktdesign, verlängerte Garantiezeiten und höhere Recyclingquoten. Außerdem verpflichten sich die Unternehmen dazu, in allen Geschäftsbereichen nachhaltiger mit Rohstoffen, Wasser und Fläche umzugehen. „Wir brauchen eine Steuerpolitik, mit der die Leistungen von Ökosystemen zum unmittelbaren Faktor für unternehmerische Entscheidungen werden“, so Meinel. Neben dem NABU und der Duales System Holding GmbH haben bislang zehn mittelständische Unternehmen die Erklärung unterschrieben, weitere Mitstreiter sind willkommen. Einer der Unterzeichner ist Reinhard Schneider, geschäftsführender Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH, die unter anderem für ihre Produktreihen „Erdal“ und „Frosch“ bekannt sind. Schneider: „Die Sinnhaftigkeit der Ressourcenschonung reicht weit über das naheliegende Thema Kosteneinsparung hinaus. Das Bemühen einer Marke um Ressourcenschonung kann vom Verbraucher nur ernst genommen werden, wenn das dahinter stehende Unternehmen auf ganzer Linie nachvollziehbar ökologische Ziele verfolgt“.

Die gemeinsame Erklärung der Allianz „Ressourcen schonen – Zukunft sichern“ wird zum Download angeboten.

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