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44 Prozent deutscher Hochseefänge MSC-zertifiziert

Hamburg (afp) – Die Fänge der deutschen Hochseefischer werden immer nachhaltiger. Im vergangenen Jahr kamen bereits 44 Prozent der angelandeten Fische aus ökozertifizierten Fängen, erklärte der Deutsche Hochseefischerei-Verband am Donnerstag in Hamburg. Fischprodukte aus nachhaltigem, also die Bestände schonendem Fang, tragen als Erkennungszeichen das blaue Siegel des sogenannten Marine Stewardship Council (MSC).

Umweltverbände empfehlen, nur nachhaltig gefangen Fisch zu essen. Makrele gehört derzeit nicht dazu, weil ihre Zertifizierung ausgesetzt wurde. Hintergrund: Seit einigen Jahren streiten sich die EU, Norwegen, die Färöer und Island über die Aufteilung der Makrelenquoten im Nordostatlantik. Gebe es diesen Streit nicht, wäre der Anteil des MSC-zertifizierten Fisches an den deutschen Fängen „noch deutlich höher“, erklärte Uwe Richter, Geschäftsführer des Verbandes.

Mit insgesamt fast 104.000 Tonnen an Hering, Holzmakrele, Kabeljau, den von Umweltverbänden nicht empfohlenen Rotbarsch sowie anderen Arten haben die deutschen Hochseefischer 2012 ein ebenso gutes Ergebnis erzielt wie 2011. Die Effizienz der Fischerei auf Schwarzen Heilbutt habe sogar das Vorjahresniveau übertroffen, erklärte Richter.