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China nimmt mindestens 3,7 Billionen Euro mit Landverkäufen ein

Peking (afp) – Die chinesischen Behörden haben in den vergangenen Jahren nach Angaben eines führenden Ökonomen umgerechnet mindestens 3,7 Billionen Euro mit dem Verkauf von Agrarland eingenommen. Dies seien „konservative Schätzungen“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag den Berater Wu Jinglian, der seit Ende der 1990er Jahre für wechselnde Regierungen tätig ist. In China gibt es immer wieder Proteste von dörflichen Gemeinschaften gegen den Verkauf ihres Landes, das für die zunehmende Verstädterung verwendet wird.

Nach dem Gesetz können die Behörden den dörflichen Gemeinschaften das bis zu 30-Fache des Wertes ihres Landes als Entschädigung zahlen, aber in der Praxis werden viele um das Geld betrogen. Dies führte in der Vergangenheit bereits mehrfach zu gewaltsamen Ausschreitungen. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Rate der Urbanisierung in China von 45,9 Prozent auf 52,6 Prozent. Rund 85 Millionen Menschen zogen vom Land in die Stadt.

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