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Leitfaden für die Beratung kleinerer und mittlerer Unternehmen

Fast 99 Prozent aller Unternehmen in der Europäischen Union zählen zu den kleineren und mittleren Unternehmen. Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer sind in einem dieser rund 23 Millionen Betriebe beschäftigt. Die Europäische Kommission hat einen Leitfaden veröffentlicht, um der steigenden Bedeutung von CSR in diesem wichtigen Segment Rechnung zu tragen.

Brüssel (csr-news) > Fast 99 Prozent aller Unternehmen in der Europäischen Union zählen zu den kleineren und mittleren Unternehmen. Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer sind in einem dieser rund 23 Millionen Betriebe beschäftigt. Die Europäische Kommission hat einen Leitfaden veröffentlicht, um der steigenden Bedeutung von CSR in diesem wichtigen Segment Rechnung zu tragen.

„Es gibt kein Patentrezept, wie CSR in Unternehmen zu gestalten ist“, schreibt Daniel Calleja, Generaldirektor Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, im Vorwort des Leitfadens. „Jedes Unternehmen muss selber die Lösung für sich entwickeln, die zu seiner individuellen Kultur und seinen Rahmenbedingungen passt“. Um diese zu finden, werden oftmals Berater engagiert und genau an diese Gruppe richtet sich der Leitfaden: „Soziale Verantwortung in kleinen und mittleren Unternehmen – Tipps und Tricks für Berater“. Es gibt in der Europäischen Union zahlreiche Beispiele, wie KMUs ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Um diese Erfahrungen zusammenzutragen, wurde im vergangenen Sommer eine Konferenz mit rund 100 KMU-Beratern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Tagung und die vielfältigen Erfahrungen der Teilnehmer sind in diesen Leitfaden eingeflossen. Er soll nun helfen, die Qualität und Quantität der CSR-Beratung für KMUs in Europa zu verbessern.

Der Leitfaden basiert dabei auf der im Jahr 2011 von der EU-Kommission formulierten Definition von CSR, die als: „Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“, beschrieben wird. „Damit die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung in vollem Umfang gerecht werden können, sollten sie auf ein Verfahren zurückgreifen können, mit dem soziale, ökologische, ethische, Menschenrechts- und Verbraucherbelange in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie integriert werden“, schreibt die Kommission dazu. Der Leitfaden stellt dafür ein CSR-Toolkit und eine Roadmap zur Verfügung. Mit deren Hilfe soll es möglich sein, eine CSR-Roadmap zu entwickeln und umzusetzen. Als Schwerpunktbereiche werden dabei Strategien für eine nachhaltige globale Wertschöpfungskette behandelt, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Verbesserung der Kommunikation und die Erhöhung der Transparenz. Bei all diesen Aspekten wird immer der in KMUs vorherrschende intuitive und informelle Umgang mit CSR berücksichtigt. Dem werden die Vorteile einer eher formalen CSR-Strategie gegenübergestellt. Zu allen Themen werden weiterführende Links angeboten, die eine vertiefende Auseinandersetzung ermöglichen.

Der Leitfaden „Soziale Verantwortung in kleinen und mittleren Unternehmen – Tipps und Tricks für Berater“ ist in mehreren Sprachen erschienen, u.a. auch in Deutsch und Englisch.

 

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