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comact: CSR in Zypern und Stakeholderdialog in Österreich

In die Schlagzeilen geriet Zypern aufgrund seines drohenden finanziellen Zusammenbruchs. Eine wachsende Bedeutung in dem Inselstaat gewinnt das Thema CSR, berichtet die Kommunikationswissenschaftlerin Karin Huber von der Wiener Agentur comact. Huber hat in diesem Monat dort CSR-Berater trainiert. “Bisher verwechseln viele zypriotische Firmen CSR und Philanthropie”, sagt sie. Aber das wird nicht so bleiben.

Wien (csr-news) – In die Schlagzeilen geriet Zypern aufgrund seines drohenden finanziellen Zusammenbruchs. Eine wachsende Bedeutung in dem Inselstaat gewinnt das Thema CSR, berichtet die Kommunikationswissenschaftlerin Karin Huber von der Wiener Agentur comact. Huber hat in diesem Monat dort CSR-Berater trainiert. “Bisher verwechseln viele zypriotische Firmen CSR und Philanthropie”, sagt sie. Aber das wird nicht so bleiben.

Typische “CSR”-Aktivitäten auf der Mittelmeerinsel sind heute die Unternehmensspenden. Huber weiter: “Ganz beliebt ist auch das Corporate Volunteering.” So riefen Firmen ihre Mitarbeiter etwa zum Blutspenden auf. An einem Verständnis für die Anforderungen an das ganzheitliche, sozial und ökologisch verantwortungsvolle Wirtschaften fehle es noch weitgehend. Das werde sich allerdings bald ändern, prognostiziert die Kommunikationsexpertin. Denn angesichts der kurz bevorstehenden Exploration großer Erdgasvorkommen drängen internationale Konzerne nach Zypern. Sie bringen ein umfassenderes Nachhaltigkeits-Verständnis mit, das CSR als Managementtool begreift, auf Win-Win-Situationen zwischen Unternehmen und Gesellschaft setzt und den Stakeholderdialog sucht.

Stakeholder-Involvement: “Da wurde viel versäumt”

Unternehmen für den Dialog mit ihren Stakeholdergruppen zu stärken, ist aber auch in Österreich ein wichtiges Tätigkeitsfeld. “Da wurde viel versäumt”, sagt Huber. Manche Manager hätten Angst davor, dass bei einem Stakeholder-Involvement die Anspruchstellergruppen schließlich die Unternehmensagenda dominierten. Die Neuauflage der Richtlinien der Global Reporting Initiative – GRI 4.0 – belebten das Thema nun neu. Denn darin sollen die relevanten Berichtsthemen anhand der Stakeholdererwartungen dargestellt werden. “Manche CSR-Konzepte sind am Reißbrett und nicht im Dialog entstanden”, so die Kommunikationsexpertin. Also gibt es noch einiges zu tun.

Dabei brächte gerade der Mittelstand gute Voraussetzungen mit. Denn dort spiele die regionale Einbindung, der Kontakt zu den Anrainern und die Einbeziehung der Mitarbeiterfamilien traditionell eine große Rolle. “Diesem System muss man mit CSR einen Namen und Struktur geben, um zukunftsfähig bleiben zu können”, sagt Huber. Die Angst mancher Mittelständler vor dem Stakeholderdialog sei daher unbegründet. Überdies sei auch bei den Konzernen nicht alles perfekt: Häufig finde sich dort nach wie vor monologische Kommunikation und es fehle eine “Kultur des Zuhörens”.

CSR Kommunikation und die Stärkung eines adäquaten Stakeholderdialogs sind Kernleistungen von comact.

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