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DGB: Schwarzarbeit vernichtet halbe Million Jobs in Deutschland

Bielefeld (afp) – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert von der Bundesregierung eine effektivere Bekämpfung der Schwarzarbeit. Durch eine „Umwandlung der Schwarzarbeit in Beschäftigung“ könnten mindestens 500.000 Arbeitsplätze entstehen, sagte Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ vom Samstag. Um die Beschäftigten vor Lohndumping und Ausbeutung zu schützen, sei ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro nötig sowie „Branchenmindestlöhne, die alle Arbeitgeber der jeweiligen Branche binden – ohne Ausnahme“.

Buntenbach forderte zudem eine deutliche Abgrenzung von selbstständiger und abhängiger Beschäftigung, „damit Arbeitgeber nicht länger ungestraft Arbeitnehmer in angeblich Selbstständige umdefinieren können, denen sie dann die gesamten Risiken und Kosten zum Beispiel für die Sozialversicherung zuschieben können“. Laut Bundesfinanzministerium stieg der durch Schwarzarbeit bundesweit entstandene Schaden in den Jahren 2011 und 2012 von 660 auf 750 Millionen Euro.