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Etwas weniger Arbeitsplätze im Bereich erneuerbarer Energien

Köln (afp) – Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland ist einer Studie zufolge im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Im Jahr 2012 arbeiteten 377.800 Menschen in diesem Wirtschaftszweig und damit etwa ein Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Dienstag in Köln mitteilte.

Der größte Teil (61 Prozent) der knapp 380.000 Beschäftigten, die im Jahr 2012 direkt oder indirekt im Bereich der erneuerbaren Energien arbeiteten, war der Untersuchung zufolge weiterhin im Anlagenbau tätig. Mittlerweile ist demnach aber bereits mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Arbeitskräfte im Anlagenbestand beschäftigt, um sich etwa um den Betrieb und die Wartung zu kümmern.

In der Branche könnten auch in den folgenden Jahren weitere Stellen wegfallen. „Wir rechnen damit, dass auch in den Jahren 2013/2014 Arbeitsplätze verlorengehen und Unternehmen schließen müssen“, erklärte Marlene O’Sullivan vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik. Insgesamt werde aber davon ausgegangen, dass am Ende der Entwicklung eine Industrie stehe, „die sehr viel unabhängiger von politischer Förderung sein wird und damit ihren Beschäftigten nachhaltige Perspektiven bieten kann“.

Das DLR erstellte die Arbeitsmarktstudie nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) und der Prognos AG im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

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