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Bayer-Stiftung stärkt lösungsorientierte Bürgerprojekte in Köln

Was haben ein Bürgerladen, ein studentisches Schülernachhilfe-Netzwerk und eine Grundschulchemie-Gruppe in Köln gemeinsam? In allen drei Projekten leisten Bürger und Bürgerinnen durch ihr ehrenamtliches Engagement konkrete Beiträge zur Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben und sind deswegen in das Ehrenamtsprogramm der Bayer Cares Foundation aufgenommen worden.

Leverkusen (csr-service) – Was haben ein Bürgerladen, ein studentisches Schülernachhilfe-Netzwerk und eine Grundschulchemie-Gruppe in Köln gemeinsam? In allen drei Projekten leisten Bürger und Bürgerinnen durch ihr ehrenamtliches Engagement konkrete Beiträge zur Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben und sind deswegen in das Ehrenamtsprogramm der Bayer Cares Foundation aufgenommen worden. Die Bayer-Sozialstiftung unterstützt mit insgesamt 9.300 Euro die freiwilligen Initiativen, die sich für eine Verbesserung der sozialen Infrastruktur in der Dünnwalder Siedlung „Am Donewald“, bessere Bildungschancen für sozial schwache Kölner Haupt-, Real- und Gesamtschüler sowie einen lebendigen naturwissenschaftlichen Unterricht für Stammheimer Grundschüler einsetzen.

„Neue, lösungsorientierte Ideen gepaart mit vorbildlichem Einsatz für deren Umsetzung – diese Kombination ist das Erfolgsgeheimnis aller drei Projekte“, sagte Stiftungsvorstand Thimo V. Schmitt-Lord anlässlich der symbolischen Spenden-Übergabe im Jugend- und Nachbarschaftshaus „Henry’s H.O.P.E.“ in Köln-Dünnwald. „Diese ehrenamtlichen Initiativen zeigen vorbildhaft, wie Bürgerengagement dringende Fragen des sozialen Miteinanders und der Zukunftschancen junger Menschen aufgreifen und konkrete Lösungen liefern kann – das ist gelebtes Gemeinwohl und hat die Experten-Jury bei der Auswahl der Förderprojekte überzeugt.“

Auch Norbert Fuchs, Bezirksbürgermeister Köln-Mülheim, nahm an der Veranstaltung teil. „Viele Angebote wären in Köln wie in anderen Städten ohne den Einsatz von ehrenamtlich engagierten Bürgern nicht denkbar. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Bürger für Bürger wertvolle Hilfestellungen leisten können. Davon profitieren die Bürger, die Kommune und die Gesellschaft als Ganzes“, betonte Fuchs.

Seit dem Start des Bayer-Ehrenamtsprogramms Ende 2007 stellte die Stiftung insgesamt 577.000 Euro für 191 soziale Projekte im Umfeld aller deutschen Bayer-Standorte zur Verfügung. Allein in Köln wurden bisher 19 Projekte mit Zuschüssen in Höhe von rund 48.000 Euro unterstützt.

Bürgerladen Dünnwald – für mehr soziales Miteinander und ein verbessertes Wohnumfeld

Vor mehr als zehn Jahren entstand im Kölner Stadtteil Dünnwald die Siedlung „Am Donewald“. Im Vergleich zum restlichen Stadtteil fällt sie deutlich zurück hinsichtlich der sozialen Infrastruktur. Beispielsweise gibt es bis heute keinen Lebensmittelanbieter oder sonstige Geschäfte in der Siedlung. Auf Initiative der ortsansässigen Stadtteilkonferenz, der auch Bayer-Pensionärin Inge Schäfer-Möhrmann in ihrer Rolle als Geschäftsführerin des Dünnwalder Bürgervereins von 1899 e.V. angehört, wurde im Jahr 2010 erstmals ein Mieterrat für die Siedlung gewählt. In Kooperation mit der Stadtteilkonferenz entwickelte dieser das Konzept des „Bürgerladens“.

„Der Bürgerladen ist ein erster Schritt zur Verbesserung der sozial schwachen Infrastruktur“, sagt Schäfer-Möhrmann, die das Projekt federführend begleitet. „Ziel ist es, dass Themen und Bedarfe in der Siedlung bearbeitet und gebündelt werden, die das Wohnumfeld verbessern. Die Bewohner sollen aktiviert und ihr Selbsthilfepotential geweckt werden. Wir hoffen, dass der Bürgerladen nachhaltig zu einem höheren Verantwortungsbewusstsein für das eigene Wohnumfeld beiträgt.“

Bereits kurz nach seiner Eröffnung am 15. März 2013 verfügt der zentral in der Siedlung liegende Bürgerladen über vielfältige Angebote und Hilfestellungen. Sozial-, Mieter-, oder Schuldnerberatung sind ebenso im Angebot wie ein Senioren-Mittagstisch, ein Eltern-Frühstück, mobile Spiele für Kinder oder ein Jugend-Migrationsdienst. In zwei Jahren soll die Führung des Bürgerladens komplett in die Hände des Mieterrats übergehen – und damit die Bürgerbeteiligung und Eigenverantwortlichkeit für die Siedlung noch einmal gesteigert werden. Die Bayer-Sozialstiftung unterstützt die Einrichtung mit einer Fördersumme von 4.800 Euro.

Studentisches Forum für Integration und Bildung an der Universität zu Köln: Bildungsbrücke zwischen Schule und Berufswelt

Auf Initiative des „Studentischen Forums für Integration und Bildung e.V.“ begleiten rund 45 Studierende etwa 120 Kölner Haupt-, Real- und Gesamtschüler bei ihrem schulischen Werdegang mit wöchentlichen Nachhilfe-Tutorien. Dabei kommt das „3plus1“-Konzept des Vereins zur Anwendung: Neben den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch befasst sich jedes vierte Tutorium mit den Themen Perspektivenbildung und Berufsvorbereitung. „Wir gehen über die Vermittlung von fachbezogenen Inhalten hinaus und bieten unseren Teilnehmern auch Unterstützung in den Bereichen Bewerbung und Jobsuche. Damit schlagen wir ganz bewusst die Brücke zwischen der Schul- und Berufswelt“, erläutert Philipp Kötter, Vorstandsmitglied des Vereins und selbst Tutor, die Ziele der Nachhilfe-Initiative.

Durch die Teilnahme am Programm verbessern die Schüler – sie kommen meist aus sozial schwächer gestellten Elternhäusern und können sich Nachhilfe nicht leisten – nachweisbar ihre Leistungen und entwickeln neue Zukunftsperspektiven. „Das individuelle Potential der Jugendlichen wird abgerufen, der persönliche Horizont der Schüler erweitert und Berufsziele werden aufgezeigt“, sagt Kötter. Vom kostenlosen Nachhilfe-Programm profitieren jedoch nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die ehrenamtlich engagierten Studierenden. „Sie werden für soziale Probleme sensibilisiert und lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, so Kötter. Die Bayer-Stiftung unterstützt das Projekt mit 2.000 Euro.

Grundschule Diependahlstraße: Neugierde für Naturwissenschaften wecken

Alle 14 Tage steht bei den Schülern (3./4. Klasse) der Katholischen Grundschule Diependahlstraße eine ganz besondere Einheit auf dem Stundenplan: In der Experimente-AG werden naturwissenschaftliche Phänomene aus dem Alltag behandelt – gemeinsam mit professionellen Chemikern! Für die Auswahl, Betreuung und Durchführung der Experimente ist Bayer-Mitarbeiterin Dr. Katrin Joschek verantwortlich. Gemeinsam mit ihrem Gatten, Dr. Jens Joschek, der ebenfalls für Bayer arbeitet gibt die Chemikerin Erfahrungen in altersgerechter Form an die Stammheimer Jungforscher weiter. „Wir möchten bei den Kindern mit einfachen Fragestellungen die Neugier für spannende naturwissenschaftliche Fragen wecken, insbesondere für das Thema Umwelt sensibilisieren und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten“, sagt Dr. Joschek. Für die Anschaffung einer chemischen Grundausstattung sowie diverser Experimentier-Kästen stellt die Bayer-Stiftung 2.500 Euro zur Verfügung.

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Thimo V. Schmitt-Lord (li.), Vorstand der Bayer-Stiftung, ehrt die Vertreter der drei Kölner Sozialprojekte für ihr bürgerschaftliches Engagement im Beisein von Bezirksbürgermeisters Norbert Fuchs (6.v.re.) Mit dabei: Grundschüler der Katholischen Diependahlstraße.

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