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Fit für den demografischen Wandel

Einer der Megatrends unternehmerischer Nachhaltigkeit betrifft das Thema Demografie. Während die Belegschaften immer älter werden, fehlt es auf der anderen Seite an Fachkräften. Herausforderungen auch für KMUs, die mit großen Unternehmen im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stehen. Die Unternehmerinitiative future will deshalb ihre Mitglieder „Demografie-Fit“ machen.

Münster (csr-news) > Einer der Megatrends unternehmerischer Nachhaltigkeit betrifft das Thema Demografie. Während die Belegschaften immer älter werden, fehlt es auf der anderen Seite an Fachkräften. Herausforderungen auch für KMUs, die mit großen Unternehmen im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stehen. Die Unternehmerinitiative future will deshalb ihre Mitglieder „Demografie-Fit“ machen.

Langsam aber sicher werden Nachwuchskräfte für die Unternehmen zur knappen Ressource. Wer dabei noch mithalten will, muss sein Unternehmen an neue Anforderungen anpassen. Im Wettbewerb um Mitarbeiter ziehen KMUs öfter den Kürzeren, weil sich qualifizierte Bewerber gerne den größeren Unternehmen zuwenden. Ein höheres Renteneintrittsalter und eine häufig längere Erwerbstätigkeit können die Auswirkungen des demografischen Wandels im Moment noch teilweise kompensieren, dauerhaft darauf vertrauen sollten Unternehmen nicht. Aus diesem Grund hat die Unternehmerinitiative future das Projekt „Demografie-Fit“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen sollen Lösungsansätze erarbeitet werden. Hauptintention für die teilnehmenden Betriebe war zunächst die Schwierigkeit geeignete Mitarbeiter zu finden. Dafür wurde der Demografie-Fit-Check entwickelt, eine moderierte Selbstbewertung, mit der die teilnehmenden Unternehmen ihre Stärken identifizieren können und Verbesserungspotenziale systematisch festgestellt werden. Die Unternehmen tauschen sich untereinander aus und könne zugleich auf eine externe begleitende Beratung zurückgreifen.

Fünf Handlungsfelder hat future ausgemacht, anhand derer die Demografiefestigkeit der Unternehmen analysiert wird. Dazu gehört neben der Personalgewinnung und –bindung auch der betriebliche Gesundheitsschutz, die Personalentwicklung, die Work Life Balance sowie die Führungs- und Unternehmenskultur. Verbesserungsmaßnahmen in diesen Handlungsfeldern sollen die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber steigern. Das bedeutet einerseits die Arbeitskraft der bestehenden Belegschaft zu erhalten und deren Kompetenzen zu sichern und auszubauen, aber es bedeutet auch für neue Mitarbeiter interessant zu sein und diese aktiv zu rekrutieren. Ergänzend zum standardisierten Demografie-Fit-Check werden in sieben Workshops die Handlungsfelder des demografischen Wandels durch fachliche Informationen und praktische Handlungsanweisungen vertieft. Grundsätzlich ist das Projekt als Hilfe zur Selbsthilfe konzipiert, d. h., die Unternehmen können mit dem erworbenen Wissen, mit der Kenntnis um konkrete Verbesserungspotenziale und ergänzende Materialien im eigenen Unternehmen einen Veränderungsprozess anstoßen. „Wichtig ist, dass dieser Prozeß moderiert wird“, so Udo Westermann von future e.V.. In der praktischen Arbeit liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Unternehmenskultur, Work Life Balance sowie dem betrieblichen Gesundheitsschutz. Hier erarbeiten die Unternehmen geeignete Maßnahmen um ihr Profil zu schärfen und kommunizieren diese auch sowohl ins Unternehmen als auch gegenüber der Öffentlichkeit. „Transparenz und Verbindlichkeit gehören nämlich zu den Grundsätzen von DemografieFit, das Projekt soll langfristig wirken und nicht nach einer kurzen Phase der Euphorie zum Erliegen kommen“, so Westermann.

In den beiden Projektregionen Münsterland und Mittelhessen sind jeweils acht Unternehmen beteiligt. Ende 2013 wird die laufende Projektphase abgeschlossen und ein Bericht vorgelegt. Doch die Fortsetzung des Projekts wird bereits geplant. Westermann: „Wir streben eine Weiterführung von DemografieFit sowohl in den Pilotregionen Münsterland und Mittelhessen in Folge-Konvois als auch die Übertragung in weitere Regionen an“. Dafür will Westermann weitere Partner und auch interessierte Unternehmen ins Boot holen, mit denen das Projekt in anderen Regionen stärker verankert werden kann.