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Die Reputation der DAX-Konzerne steigt

Nicht nur die Zahlen stimmen, auch im Ansehen legen Deutschlands DAX-Konzerne zu. In der heute veröffentlichten RepTrak Pulse Studie des Reputation Institute konnten sich 23 der 30 DAX-Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verbessern. Spitzenreiter ist in diesem Jahr Volkswagen und verdrängte damit BMW vom ersten Platz.

Berlin (csr-news) > Nicht nur die Zahlen stimmen, auch im Ansehen legen Deutschlands DAX-Konzerne zu. In der heute veröffentlichten RepTrak Pulse Studie des Reputation Institute konnten sich 23 der 30 DAX-Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verbessern. Spitzenreiter ist in diesem Jahr Volkswagen und verdrängte damit BMW vom ersten Platz.

Die Reputation eines Unternehmens hat unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftserfolg. Für mehr als 50 Prozent der befragten Konsumenten gehört das Ansehen eines Unternehmens oder Produkts zu den kaufentscheidenden Faktoren. „Unternehmen haben erkannt, dass sich die Wahrnehmung der Stakeholder stark auf ihre Geschäftsgewinne auswirkt. Führende Konzerne wie BMW erfassen die Erwartungen und Wahrnehmung ihrer Stakeholder systematisch und integrieren die so gewonnen Einsichten in Entscheidungsprozesse der Geschäftsführung und des Vorstandes. Dennoch besteht die größte Herausforderung im Fehlen strukturierter Prozesse, welche es ermöglichen, reputationsbasierte Entscheidungen in die Geschäftsplanung einzubeziehen. Dieser Umstand hindert die Fähigkeit der Unternehmen Kundenbindungen zu stärken, Umsätze zu steigern und Marktanteile auszubauen“, so Nicolas Georges Trad, Executive Partner des Reputation Institute.

Die RepTrak Studie wird jährlich in mehr als 30 Ländern durchgeführt. Dabei wird die Reputation sowohl als subjektive Wahrnehmung von Unternehmen gemessen aber auch durch rationale Erklärungen beispielsweise in den Bereichen Produkt, Service, Innovation oder Governance. In diesem Jahr konnte sich der größte Teil der deutschen Unternehmen aus dem Aktienindex DAX verbessern, während international ein Trend zu schwächerer Bewertung zu beobachten ist. Volkswagen, BMW und Adidas erreichten im Reputationsranking über 80 Punkte. Die Auswertungen bestätigen den drei Konzernen eine herausragende Reputation: Kein anderes Unternehmen konnte im letzten Jahr vergleichbare Resultate präsentieren. Daimler erreichte den fünften Platz, damit konnten die drei deutschen Automobilhersteller ihren Reputationswert gegenüber dem Vorjahr steigern. „Für viele Verbraucher ist das Unternehmen selber heute wichtiger als das Produkt“, so Trad. „Die Initiativen von Volkswagen zur wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit zeigen, dass die Erwartungen aller Interessengruppen in die Geschäftsplanung einbezogen werden – was dem ganzheitlichen Aufbau des Unternehmenswertes dient“.

Zu den Verlierern gehören die Unternehmen des Finanzsektors, hier vor allem die Deutsche Bank, deren Reputationswerte in den vergangenen zwei Jahren drastisch gesunken sind, aber auch der Telekommunikationsanbieter und Energieunternehmen. Die deutlichste Verbesserung gegenüber vergangenen Werten konnte Deutsche Post DHL erreichen und schob sich damit von einem der letzten Plätze ins Mittelfeld vor. Trad: “Der große Sprung der Deutschen Post DHL zeigt, dass sich strategisches Reputation Management bezahlt macht“. Tatsächlich hat das Unternehmen seine Kommunikationsarbeit auf den Ausbau der Reputation ausgerichtet. Christof Ehrhart, Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung der Deutschen Post DHL: „Das jetzige Ergebnis spornt uns an, weiter an der Verbesserung der Unternehmensreputation zu arbeiten“. „Allerdings muss ein Unternehmen alle sieben Reputation Dimensions bedienen, um eine exzellente Reputation und Verhaltensänderungen bei Stakeholdern zu erreichen“, so Trad. „Während sich die Deutsche Post in den Dimensionen Products, Innovation, Leadership und Performance signifikant verbesserte, besteht hinsichtlich der institutionellen Dimensionen, wie Workplace, Citizenship und Governance weiterhin Verbesserungsbedarf“.