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Umfrageergebnisse zur Anwendung von EMAS in Deutschland veröffentlicht

Berlin (csr-news) > Am 15. April 2013 stellten Bundesumweltminister Peter Altmaier und Karl Falkenberg, Generaldirektor Umwelt der EU-Kommission, auf der EMAS-Konferenz 2013 die aktuelle EMAS-Studie von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt vor. Die befragten Unternehmen und Organisationen halten EMAS für ein etabliertes Instrument des freiwilligen Umweltschutzes, das ein hohes Ansehen genießt.

Die Studie von BMU und UBA „EMAS in Deutschland – Evaluierung 2012“ enthält die Ergebnisse der 2012 durchgeführten repräsentativen Umfrage unter allen EMAS-registrierten Unternehmen und Organisationen. Das Ziel der Umfrage war, ein Meinungsbild der EMAS-Anwender über das europäische Umweltmanagementsystem zu erstellen. Dabei sollen ihre Veränderungsvorschläge für die Verhandlungen über die nächste Novelle der EMAS-Verordnung genutzt werden. Denn spätestens ab Januar 2015 beginnt die EU-Kommission mit der Revision der EU-Verordnung. Mit einer Rücklaufquote von etwa 60 % war die Resonanz auf die Umfrage erfreulich hoch. Die große Mehrzahl der Befragten (86 %) der Studie hält EMAS für ein gutes System. Transparenz, Glaubwürdigkeit und Umweltleistung, die Qualitätsmerkmale von EMAS, wurden von den Anwendern bestätigt. Es zeigt sich, dass EMAS-Organisationen aus Überzeugung und aus einem hohen Eigenanspruch dieses Mehr an Umweltschutz leisten, das von EMAS eingefordert wird. Viele Teilnehmende machten ausführliche Anmerkungen, etwa zu dem Aspekt Biodiversität, zur Nutzung von EMAS als Instrument des Ressourcenmanagements oder zu Kennzahlen. Nachbesserungsbedarf sahen sie vor allem bezüglich des Bekanntheitsgrads und einer verstärkten Information der Öffentlichkeit über EMAS. Für die zukünftige Ausgestaltung von EMAS wünschen sich viele Befragten, dass die EMAS-Anerkennung z.B. in Form von Gebührenreduktionen oder Verwaltungserleichterungen verbessert wird, z.B. im Rahmen von Berichtspflichten, Genehmigungsverfahren oder Messpflichten.

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