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Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft schaffen Arbeit

Mannheim (afp) – Unternehmensgründungen mit Wurzeln in der Wissenschaft schaffen mehr Arbeitsplätze als andere Gründungen in wissensintensiven Wirtschaftszweigen. Sogenannte Wissenschafts-Spinoffs beschäftigen schon von Anfang an mehr Menschen, wie eine am Dienstag in Mannheim vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlichte Studie ergab. In den ersten Jahren weiten sie demnach die Beschäftigung zudem rascher aus.

Das Beschäftigungswachstum pro Jahr liegt bei Wissenschaftsausgründungen laut Studie durchschnittlich um 3,4 Prozentpunkte höher als bei vergleichbaren neuen Unternehmen. Im ersten Geschäftsjahr gebe es dort im Mittel 6,8 Vollzeitstellen, während es bei anderen Gründungen in wissensintensiven Wirtschaftszweigen 5,1 Stellen sind. Im sechsten Geschäftsjahr beträgt dieser Unterschied bereits 4,4 Vollzeitstellen.

Wissenschafts-Spinoffs sind laut ZEW Unternehmensgründungen, an denen mindestens ein Mensch beteiligt ist, der in einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung beschäftigt war. Das Forschungsinstitut analysierte für die Studie mehr als 20.000 Gründungen von Unternehmen in wissensintensiven Wirtschaftszweigen von 1996 bis 2000.