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Nachhaltigkeitsbericht: Miele denkt in Generationen

„Bei Miele denkt man nicht in Quartalsberichten, sondern in Jahrzehnten – daran hat sich bis heute nichts geändert“, heißt es im Vorwort des neuen Nachhaltigkeitsberichts. Dieser trägt konsequenterweise die Überschrift „Denken in Generationen“ und berichtet umfänglicher als je zuvor über Aktivitäten und Ziele verantwortlicher Unternehmensführung bei Miele.

Gütersloh (csr-news) > „Bei Miele denkt man nicht in Quartalsberichten, sondern in Jahrzehnten – daran hat sich bis heute nichts geändert“, heißt es im Vorwort des neuen Nachhaltigkeitsberichts. Dieser trägt konsequenterweise die Überschrift „Denken in Generationen“ und berichtet umfänglicher als je zuvor über Aktivitäten und Ziele verantwortlicher Unternehmensführung bei Miele.

Im Geschäft mit der weißen Ware, aber nicht nur dort, hat Miele seit Jahrzehnten einen klingenden Namen, der auch heute im Wettbewerb mit zahlreichen Billiganbietern seinen Klang nicht verloren hat. Die Investition zahlt sich für die Verbraucher meist aus, während vielen Konkurrenzprodukten schon nach wenigen Jahren die Puste ausgeht, leisten Miele-Geräte weiter treu ihre Dienste. „Kein anderer Hersteller der Branche legt vergleichbar viel Wert auf Langlebigkeit“, bekräftigt Miele Technik-Chef Eduard Seiler diesen Anspruch bei der Vorstellung des neuen Nachhaltigkeitsberichts. Mehr als drei Milliarden Euro setzt das Familien-Unternehmen damit weltweit um, rund 912 Millionen davon in Deutschland. Miele ist auch ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte, steht für Solidität und Werthaftigkeit, vor allem aber für „Made in Germany“. „Immer besser“ ist dabei ein Anspruch, den sich schon die Firmengründer Carl Miele und Reinhard Zinkann verordneten und der auch heute noch bedeutet, die in ihrer Gattung besten Geräte zu bauen. Neben die Produktqualität treten heute allerdings zunehmend Kriterien wie Energieeffizienz oder Recyclingfähigkeit. Umwelt- und Ressourcenschonung fliessem deshalb, neben anderen Faktoren, schon in die Produktentwicklung mit ein. Um alle Aspekte von der Idee bis zur Serienreife angemessen zu berücksichtigen, müssen für jeden einzelnen Schritt festgelegte Nachhaltigkeitskriterien erreicht sein, bevor der nächste Produktionsschritt beginnt. Dabei lassen sich Zielkonflikte nicht vollständig ausschließen. Miele nennt hier vor allem den gewerblichen Bereich, in dem neben Anforderungen der Energieeffizienz beispielsweise auch Kriterien wie Schnelligkeit eine Rolle spielen, nicht immer sind diese Ziele miteinander vereinbar. Dennoch versucht Miele auch in diesen Fällen eine zukunftsfähige Lösung zu finden und betreibt dafür auch schon mal Grundlagenforschung. Das Ziel dieser ganzen Maßnahmen: Ein Produkt soll eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren erreichen und dabei Strom- und Wasser sparend arbeiten. Um durchschnittlich 40 bis 50 Prozent konnte der Stromverbrauch der Geräte in allen Produktgruppen inzwischen gesenkt werden. Der größte Teil der Geräte entspricht dabei der jeweils höchsten Effizienzklasse.

Um die eigenen Nachhaltigkeitsziele durchzusetzen, ist die Zusammenarbeit mit den Lieferanten nötig. „Alle Lieferanten müssen hohen qualitativen und ökonomischen Anforderungen entsprechen und zudem soziale und ökologische Standards erfüllen“, heißt es dazu im Nachhaltigkeitsbericht. Hauptsächlich betroffen sind die rund 2300 Zulieferer von Fertigungsmaterial, von denen mehr als 90 Prozent aus Europa kommen. Zulieferer, die mit Miele eine Partnerschaft eingehen möchten, müssen dafür eine Selbstauskunft abgeben. Diese gilt als erster Anhaltspunkt in einem Auswahlprozess, dem sich im vergangenen Jahr 1035 Unternehmen unterzogen haben. Für die Zukunft will Miele diesen Prozess weiter optimieren, und auch während der laufenden Serienproduktion weitere Beurteilungen der Lieferanten vornehmen. Verstöße gegen die eigenen ökologischen und sozialen Standards führen zum Ausschluss. Gleichwohl strebt das Unternehmen, mit den Lieferanten eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit an. Anforderungen an die Lieferanten sollen diese wirtschaftlich nicht übermäßig belasten.

Insgesamt ist der zweiteilige Bericht in die sechs Kapitel „Unternehmen“, „Strategie und Management“, „Produkte und Lieferkette“, „Umweltschutz an den Standorten“, „Mitarbeiter“ sowie „Gesellschaft“ gegliedert. Ausgewählte Teilaspekte wie Qualitätssicherung oder Chancengleichheit werden durch Reportage- oder Interviewstrecken zusätzlich beleuchtet. Der Textband umfasst 56 Seiten, bei den „Daten & Fakten“ sind es weitere 40 Seiten. Wie schon die beiden letzten Berichte wurde dieser nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt, erstmals wurde allerdings der Anwendungslevel A geprüft und bestätigt.

Der Nachhaltigkeitsbericht „Denken in Generationen“ steht online oder zum Download (Textband und Daten)zur Verfügung.

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