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Daimler Omnibussparte will Integration schwerbehinderter Menschen verstärken

An den Produktionsstandorten von EvoBus in Neu-Ulm und Mannheim sind acht Prozent der rund 8.000 Mitarbeiter Menschen mit Behinderungen. Auch die Konzernmutter des Omnibusbauers – Daimler – liegt mit sechs Prozent über der gesetzlich geforderten Beschäftigungsquote für Behinderte (fünf Prozent). „Jeder unserer Mitarbeiter wird so eingesetzt, dass er sich gemäß seinen persönlichen Fähigkeiten optimal einbringen kann – ganz unabhängig davon, welches Handicap sie oder er hat“, erklärte Hartmut Schick, Leiter von Daimler Buses.

Neu-Ulm (csr-news) – An den Produktionsstandorten von EvoBus in Neu-Ulm und Mannheim sind acht Prozent der rund 8.000 Mitarbeiter Menschen mit Behinderungen. Auch die Konzernmutter des Omnibusbauers – Daimler – liegt mit sechs Prozent über der gesetzlich geforderten Beschäftigungsquote für Behinderte (fünf Prozent). „Jeder unserer Mitarbeiter wird so eingesetzt, dass er sich gemäß seinen persönlichen Fähigkeiten optimal einbringen kann – ganz unabhängig davon, welches Handicap sie oder er hat“, erklärte Hartmut Schick, Leiter von Daimler Buses, am Dienstag aus Anlass eines Besuches der Gesamtschwerbehindertenvertreter von Daimler und Volkswagen im EvoBus-Werk Neu-Ulm.

Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte, Amputierte und Gehörgeschädigte gehören zu den EvoBus-Beschäftigten. Ein betriebliches Eingliederungsmanagement und der werksärztliche Dienst unterstützen ihre berufliche Eingliederung. Mitarbeiter mit körperlichen Einschränkungen werden auf kaufmännische Tätigkeiten umgeschult und ihre Tätigkeit dort mit höhenverstellbaren Schreibtischen und ergonomischen Schreibtischstühlen unterstützt.

Für die Daimler-Ausbildungsbereiche in Deutschland gilt als Zielvereinbarung: Jährlich sollen 24 Auszubildende mit Behinderungen eine Festanstellung erhalten. Daimler Buses unterstützt deren berufliche Eingliederung zudem durch eine langjährige Geschäftsbeziehung mit regionalen Behindertenwerkstätten: Für eine knappe halbe Million Euro jährlich bezieht der Omnibusbauer dort Tiefziehteile, Holzteile für Sitzmontage oder Salat, Obst und Gemüse für die Werkskantine. Daimler Buses-Geschäftsführer Wolfgang Hänle kündigte an, das Engagement für die berufliche Eingliederung schwerbehinderter Menschen weiter zu verstärken.

Der 1961 ins Leben gerufene Arbeitskreis der Schwerbehindertenvertretungen der deutschen Automobilindustrie vertritt heute 25.000 Beschäftigte bei 28 Autoherstellern und Zulieferern.

Zum Hintergrund: In Deutschland leben fast 3,5 Millionen schwerbehinderte Menschen. Ihre Zahl steigt insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung, denn häufig sind Ältere von Schwerbehinderungen betroffen. Sie erleiden die Behinderung überwiegend aufgrund einer Krankheit. Für Arbeitgeber liegt eine Herausforderung deshalb darin, Mitarbeiter im Unternehmen zu behalten, wenn sie solche Leistungseinschränkungen entwickeln. Rund 180.000 schwerbehinderte Menschen sind arbeitslos gemeldet, was einer Arbeitslosenquote von fast 15 Prozent entspricht. Vor allem ältere Schwerbehinderte konnten vom Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht profitieren.

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