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GSK und Save the Children wollen eine Million Kinder retten

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) und die NGO Save the Cildren haben am Donnerstag in Kenia eine Kooperation bekannt gegeben, durch die das Leben von einer Million Kindern gerettet werden soll. „Ich habe früher gegen GSK protestiert, als die Medikamentenpreise hoch waren“, sagte der CEO von Save the Children UK, Justin Forsyth. Heute liege GSK an der Spitze der verantwortlichen Unternehmen. „Auch NGOs haben sich verändert“, so Forsyth. Sie seien stärker an den Auswirkungen und Ergebnissen ihrer Aktionen interessiert.

Nairobi (csr-news) – Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) und die NGO Save the Cildren haben am Donnerstag in Kenia eine Kooperation bekannt gegeben, durch die das Leben von einer Million Kindern gerettet werden soll. „Ich habe früher gegen GSK protestiert, als die Medikamentenpreise hoch waren“, sagte der CEO von Save the Children UK, Justin Forsyth. Heute liege GSK an der Spitze der verantwortlichen Unternehmen. „Auch NGOs haben sich verändert“, so Forsyth. Sie seien stärker an den Auswirkungen und Ergebnissen ihrer Aktionen interessiert.

„Zu viele Kinder sterben an vermeidbaren Krankheiten“, sagte Forsyth. Solche Erkrankungen seien insbesondere Durchfälle, Lungenentzündungen und Malaria. In die auf fünf Jahre angelegte Kooperation bringt GSK Forschungswissen und Save the Children Kenntnis der lokalen Verhältnisse ein, um davon betroffene Kinder zunächst in Afrika zu retten. Entwickelt werden sollen ein Antiseptikum zur Desinfektion des Bauchnabels Neugeborener, eine kinderfreundliche Darreichungsform eines Antibiotikums gegen Lungenentzündung sowie ein preisgünstiges Kindernahrungsmittel. Auch in einem wirtschaftlich entwickelten Land wie Kenia sei Mangelernährung in abgelegenen Regionen ein Problem, so Forsyth. Häufig gehe es dabei nicht um die Menge, sondern die Qualität der Nahrungsmittel.

Weiter soll die Verfügbarkeit von Medikamenten in ländlichen Regionen verbessert werden – etwa durch den Einsatz von Mobiltelefonen. Zunächst sind Pilotprojekte in Kenia und der Demokratischen Republik Kongo geplant. Später sollen deren Erfahrungen und die „Kraft der Partnerschaft“ (Forsyth) für Programme in anderen Ländern Sub-Sahara-Afrikas, Asiens und Lateinamerikas genutzt werden. GSK will dazu mindestens 15 Millionen Britische Pfund (knapp 18 Millionen Euro) investieren.

Wie Sir Andrew Witty, der CEO von GSK, sagte, gehe es in der Kooperation einerseits um die finanzielle Unterstützung, „aber es geht auch um die richtigen Tools“. Ein Kernelement ist die Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Produkte. GSK gründet ein Gremium zur Begleitung der Forschung und Entwicklung von Kindermedikamenten, im dem auch Save the Children einen Sitz einnehmen wird. Einen Widerspruch seiner Shareholder gegen das Investment in dieses Projekt erwartet Sir Witty nicht: Shareholder seien zwar an Rendite interessiert, wollten zugleich aber auch in ein global verantwortungsvolles Unternehmen investieren. Unterstützung für das Programm erwartet der GSK-CEO von seinen Mitarbeitern: Sie sollen zu Spenden in Höhe von einer Million Pfund pro Jahr herausgefordert werden, die ihr Arbeitgeber dann verdoppeln will.

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