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Brandschutzabkommen in Bangladesch: 24 Unternehmen kooperieren mit Gewerkschaften

24 Handels- und Markenunternehmen haben ein von den internationalen Gewerkschaftsbünden unterstütztes Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in den Fabriken von Bangladesch unterzeichnet. Das teilte der Gewerkschaftsbund IndustriAll heute mit und erklärte durch seinen Generalsekretär Jyrki Raina: „Wir erkennen die Bemühungen an, die diese Unternehmen auf sich nehmen, um den Kreislauf der verheerenden Fabrikunglücke in Bangladesch zu beenden.“

Dhaka (csr-news) – 24 Handels- und Markenunternehmen haben ein von den internationalen Gewerkschaftsbünden unterstütztes Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in den Fabriken von Bangladesch unterzeichnet. Das teilte der Gewerkschaftsbund IndustriAll heute mit und erklärte durch seinen Generalsekretär Jyrki Raina: „Wir erkennen die Bemühungen an, die diese Unternehmen auf sich nehmen, um den Kreislauf der verheerenden Fabrikunglücke in Bangladesch zu beenden. Alle anderen globalen Marken mit Lieferbeziehungen nach Bangladesch rufen wir auf, sich unseren Bemühungen anzuschließen, damit jeder Textilarbeiter in Bangladesch in Sicherheit arbeiten kann.“

Die Vereinbarung „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ sieht die Einrichtung eines „Steering Committee“ vor, das zu gleichen Teilen aus Vertretern der Unternehmen und der Gewerkschaften besteht und von einem Vertreter der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) geleitet wird. Diesem Komitee sollen die Berichte der dann deutlich erweiterten Brandschutzkontrollen vorgelegt werden, ebenso – soweit vorhanden – den Gewerkschaftsvertretern in den geprüften Fabriken. Die Unternehmen verpflichten sich, auf die Behebung der bei Prüfungen festgestellten Mängel zu achten und sicherzustellen, dass ihre Zulieferer über die erforderlichen finanziellen Mittel für die Brand- und Gebäudeschutzmaßnahmen verfügen. Zudem werden die unterzeichnenden Unternehmen die Aktivitäten des Komitees, die Arbeit der Sicherheitsinspekteure und ein ebenfalls geplantes umfangreiches Brand- und Gebäudeschutztraining finanzieren.

Aufbauen will die Vereinbarung auf dem im März verabschiedeten „National Tripartite Plan of Action on Fire Safety for the Ready-Made Garment Sector in Bangladesh“; insbesondere die finanziellen Verpflichtungen der jetzt unterzeichnenden globalen Unternehmen gehen über diesen Plan hinaus. Für die Umsetzung des neuen Programms soll die Expertise der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) genutzt werden.

Diese Unternehmen haben nach Angaben von IndustriAll das Abkommen unterzeichnet: H&M, Inditex (Zara), C&A, PVH (Tommy Hilfiger / Calvin Klein), Tchibo, Tesco, Marks & Spencer, Primark, El Corte Inglés, Mango, Carrefour, KiK, Helly Hansen, G-Star, Aldi Süd, Aldi Nord, New Look, Mothercare, Next, Loblaws, Sainsbury’s, Benetton, N Brown Group, Stockmann. Auch hessnatur hatte erklärt, dem Abkommen beitreten zu wollen.

Die Vereinbarung „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ >> als PDF zum Download