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Traceability Tool will Vertrauen in die textile Lieferkette fördern

„Die Währung der Zukunft heißt Vertrauen und Transparenz.“ So leitet die schweizerische Nachhaltigkeitsberatung Remei die Pressemitteilung ein, in der sie ihr neues Traceability Tool vorstellt. Dieses will mit der Website www.biore.ch Transparenz in die textile Lieferkette bringen. Dabei steht eine endkundengerechte Kommunikation im Vordergrund:

Rotkreuz/Schweiz (csr-news) – „Die Währung der Zukunft heißt Vertrauen und Transparenz.“ So leitet die schweizerische Nachhaltigkeitsberatung Remei die Pressemitteilung ein, in der sie ihr neues Traceability Tool vorstellt. Dieses will mit der Website www.biore.ch Transparenz in die textile Lieferkette bringen. Dabei steht eine endkundengerechte Kommunikation im Vordergrund:

Auf einer Landkarte lässt sich die Entstehung eines Textils von den Anbaufeldern bis zu Endfertigung und Vertrieb verfolgen. Zu jedem Produktionsschritt wird das produzierende Unternehmen benannt und auf einer Karte verzeichnet und ein Mitarbeiter daraus gibt einen kleinen Einblick in seine Lebenswelt. „Die globale Wertschöpfungskette ist für den Kunden heute meist anonym und nicht nachvollziehbar. Das wollen wir ändern“, erklärt dazu Simone Seisl, Vertriebs- und Marketingleiterin bei Remei. Das Toll wird beispielsweise von den Handelsunternehmen Globetrotter Ausrüstungen, Mammut und Naturaline (Coop Schweiz) genutzt.

CSR NEWS hat Simone Seisl zu dem Traceability Toll gefragt.

CSR NEWS: Fehlen in der grafischen Darstellung nicht Produktionsschritte, etwas das Färben oder Waschen?

Simone Seisl: In der grafischen Darstellung sind die vier Stationen zu sehen, die im eingenähten Code mittels Buchstaben verschlüsselt sind, plus die Remei AG. Bei dem jeweiligen Produzenten sieht man unter dem Symbol Subsupplier (ganz rechts in der Symbolleiste) die weiteren Partner wie Färber, Stricker/Weber, Drucker etc. Außer es handelt sich um einen vollstufigen Betrieb, der all dies Inhouse macht.

Intern haben wir eine umfassendere Lieferantenkontrolle, alle beteiligten Partner müssen gelistet und freigegeben werden bzw. besucht und auditiert. Jeder muss intern den Warenfluss transparent machen können – das ist die Nummer hinter den Buchstaben. Für die grafische Darstellung hätte dies den Rahmen gesprengt, auch wegen den saisonalen Anpassungen. Weitere Infos liefern wir bei Bedarf jederzeit.

Sind die Zertifikate ebenfalls einzusehen?

Mit dem Tool wollen wir vor allem emotionale Verbindung schaffen zwischen den Beteiligten und dem Endverbraucher. Zertifikate und Prüfberichte sind nicht zu sehen, allerdings berichten wir in unserem Geschäftsbericht darüber – Seite 12. Wir überlegen, dies noch zu tun, vor allem GOTS und SA8000 – zu 80-90% der Fall. Feedback nehmen wir gerne auf.

Wie viele Zulieferer hat Remei bereits in dem System erfasst?

Ca. 50, entweder im ausführlichen Format – mit Interviews etc. – oder im Basic Format – Subsupplier.

Wie kommt das Tool bei den Kunden an?

Wir bekommen sowohl für die Aufmachung als auch für den Inhalt sehr gutes Feedback. An einer Smart Phone Version arbeiten wir noch, sowie an der italienischen und französischen Version. Wir hoffen, dass bald weitere Kunden das Tool aktiv promoten und auch nutzen, um sich als verantwortungsvoll und transparent agierendes Unternehmen vorzustellen.

Vielen Dank!