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Cause-Related Marketing: Mit der Kreditkarte gegen den Hunger in Äthiopien

Frankfurt am Main (csr-news) – „Digital Food“ will MasterCard im Rahmen seiner Kooperation mit dem World Food Programme für Menschen in Äthiopien zur Verfügung stellen. Was darunter zu verstehen ist und wie deutsche Nutzer der MasterCard Menschen in Äthiopien unterstützen können, stellte der Kreditkartenanbieter am Mittwoch in Frankfurt am Main vor.

Die Zusammenarbeit zwischen MasterCard und dem World Food Programme (WFP) besteht bereits seit 2012, neu aber ist deren Konkretisierung für den deutschen Markt. Das Unternehmen hat in einer Marktbefragung festgestellt: In Deutschland ist der UN-Hilfsprogramm im Vergleich zu anderen Hilfsorganisationen – etwa der Welthungerhilfe – noch relativ unbekannt. Das will der Finanzdienstleister mit verschiedenen Social Media-Kampagnen ändern.

Darunter auch eine, die Fachleute als „Cause-Related Marketing“ bezeichnen: Für jede Transaktion mit der MasterCard an der Kasse eines Supermarkts zwischen dem 15. Mai und dem 30. Juni sichert das Unternehmen zu, ein Schulessen für Kinder in Äthiopien zu spenden – unabhängig von der Höhe der Transaktion. Eine Million Mahlzeiten sollen es werden, den Wert der einzelnen Essensspende nennt MasterCard nicht. Das WFP wirbt damit, für einen Euro fünf Kindermahlzeiten ausreichen zu können. „Cause-Related Marketing“ nutzt dem guten Zweck und dem Unternehmen. MasterCard zielt mit der Aktion auf einen häufigeren Einsatz seiner Kreditkarte an den Supermarktkassen.

Die Kooperation mit dem WFP jedenfalls ist längerfristig angelegt, sie soll kontinuierlich weiterentwickelt werden und wird von MasterCard auch intern kommuniziert. Mitarbeiter unterstützen das Spendenprojekt für Afrika bei eigenen Aktionen, etwa bei einem Marathonlauf. Und sie umfasst nicht nur Spenden, sondern auch die Unterstützung mit technischer Expertise.

Solche technische Unterstützung kommt etwa dem „Digital Food Project“ zugute: In stabilen Märkten vergibt das WFP Coupons, die Bedürftige in lokalen Geschäften gegen Lebensmittel eingelöst können. Das fördert die lokale Wirtschaft und wahrt die Würde der Notleidenden. MasterCard bringt Kompetenz im Zahlungsverkehr und der Technologieentwicklung ein, um die bestehenden Systeme unter Einsatz von Handys oder Bankkarten weiterzuentwickeln. Und unter dem Motto „Priceless Network“ beteiligt sich der Kreditkartenanbieter am Aufbau eines Systems, mit dem Spenden von Millionen Unterstützern zielgenau und effizient weitergeleitet werden sollen.

Foto: Slums in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba

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