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Zehn Verletzte bei Streikaktion vor Lanxess-Mine in Südafrika

Johannesburg (afp) – In Südafrika sind zehn streikende Minenarbeiter des deutschen Chemiekonzerns Lanxess bei Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitsdienst ihres Arbeitgebers verletzt worden. Die Wachleute schossen am Dienstag mit Gummigeschossen auf die protestierenden Angestellten einer Chrom-Mine in Rustenburg, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zuvor hatten sich dort im Morgengrauen rund 500 Bergarbeiter an einer Mahnwache beteiligt. Gewerkschaftern zufolge streiken sie seit einer Woche wegen nicht gezahlter Zuschläge.

Nach Polizeiangaben wurde die Situation rasch unter Kontrolle gebracht. Laut der Nationalen Bergbauer-Gewerkschaft erlitten aber drei protestierende Kumpel schwere Verletzungen. Es handelt sich um die jüngste Episode andauernder Unruhen in Südafrikas wichtigster Bergbauregion, wo die weltgrößten Abbaustätten für Platin liegen.

Lanxess teilte mit, die Streikaktion sei von einem Gericht am Freitag für illegal erklärt worden, da die Arbeiter kein Anrecht auf die eingeforderten Prämien hätten. Manager der Mine hätten am Dienstag das Gespräch mit den Protestierenden gesucht, seien jedoch ebenso wie ihre Wachmänner mit Steinen beworfen worden. „Zur Selbstverteidigung und als vorbeugende Maßnahme haben die Sicherheitskräfte eine Salve Gummigeschosse vor die Füße der Demonstranten gefeuert“, hieß es in einer Stellungnahme der Firma.

Nach Angaben der Nationalen Bergbauer-Gewerkschaft gab es eine gerichtliche Anweisung, wie weit sich die Arbeiter dem Mineneingang nähern dürfen. Der Abstand sei jedoch nicht eingehalten worden, woraufhin der Sicherheitsdienst die Gummigeschosse eingesetzt habe.

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