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Zentralafrikanische Republik will Diamantenhandel vorerst aussetzen

Libreville (afp) – Die Zentralafrikanische Republik will angesichts angestrebter Reformen im Edelsteinsektor den Handel mit Diamanten vorläufig aussetzen. Er wolle „kein weiteres Gerede über Konfliktdiamanten in Zentralafrika“, sagte Staatschef Michel Djotodia am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Daher werde es „ein Moratorium für die Förderung und den Verkauf von Diamanten geben, um eine genaue Prüfung vornehmen zu können“.

Zentralafrika ist reich an Diamanten und Gold und der fünftgrößte Edelsteinexporteur der Welt. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960 kommt das trotz allem verarmte Land jedoch nicht zur Ruhe. In politischen Auseinandersetzungen spielten sogenannte Blutdiamanten, mit denen Machthaber sich finanzierten, immer wieder eine Rolle. Rund um die Edelsteinminen des Landes treiben zudem kriminelle Banden ihr Unwesen.

Unter anderem kündigte Djotodia, der im März mit seiner Rebellengruppe Seleka die Macht übernommen hatte, im Gespräch mit AFP an, den Handel mit Diamanten überwachen und Barzahlungen im Edelsteinhandel verbieten zu wollen. Dass er selbst mit Hilfe von Blutdiamanten an die Macht gekommen sein könnte, bestritt er. „Wir haben niemals Hilfe von irgendwem bekommen, vor allem nicht von Edelsteinhändlern“, sagte Djotodia.