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Zentralafrika bleibt von weltweitem Diamantenhandel ausgeschlossen

Johannesburg (afp) – Die Zentralafrikanische Republik bleibt vorerst vom weltweiten Diamantenhandel ausgeschlossen. Das Land erfülle nicht die Bedingungen des sogenannten Kimberley-Prozesses, sagte ein Sprecher des südafrikanischen Ministeriums für Bergbauressourcen, Trevor Hattingh, am Freitag. Mit dem von der UNO unterstützten Kimberley-Prozess soll sichergestellt werden, dass mit dem Handel sogenannter Blutdiamanten keine Konflikte finanziert werden.

Die verarmte Zentralafrikanische Republik zählt zu den fünftgrößten Diamantenproduzenten der Welt. Der Diamantenhandel stellt für das Land eine wichtige Einkommensquelle dar. Vom Kimberley-Prozess ausgeschlossen wurde das Land bereits im vergangenen Monat, nachdem Ende März das Rebellenbündnis Seleka in dem chronisch instabilen Land an die Macht gekommen war. Ihr Anführer Michel Djotodia setzte sich nach dem Sturz von Ex-Präsident François Bozize an die Staatsspitze.

Erst am Dienstag hatte Djotodia ein Moratorium für die Förderung und den Verkauf von Diamanten angekündigt, um den Sektor zu reformieren. Zugleich erklärte er, die Sanktionierung seines Landes stürze dieses „in einen Abgrund“. Djotodia versicherte zudem, dass die Rebellion im März nicht mit dem Diamantenhandel finanziert worden sei.