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Schlechte Chancen für Akademiker mit Behinderungen

Bonn (csr-news) – Akademiker mit Behinderung sind im Job weniger gefragt. Größte Barriere bei ihrer Beschäftigung sind Bedenken der Arbeitgeber über eine geringere Leistungsfähigkeit sowie Unsicherheiten im Umgang miteinander, fand die Soziallotterie „Aktion Mensch“ in einer am Donnerstag vorgestellten Studie heraus. Weitere Barrieren sind danach ein möglicher Mehraufwand bei der Beschäftigung oder der besondere Kündigungsschutz. Aktion Mensch will Informationsmaterial erstellen und einen Runden Tisch für Arbeitgeber ins Leben rufen, um solche Hürden abzubauen.

Doch auch hochqualifizierte Menschen mit Behinderung zeigten Bedenken bei einer Bewerbung. So verheimlichten sie häufig eine nicht sichtbare Behinderung – aus Angst vor Stigmatisierung. Unter den betroffenen Studierenden hätten nur acht Prozent ihre Behinderung anerkennen lassen, so die Aktion Mensch. Deren Leiterin des Bereichs Aufklärung, Christina Marx, erklärte dazu gegenüber der Presse: „Die Gruppe von Menschen mit Behinderung ist größer als es die Statistiken vermuten lassen“. Angesichts des Fachkräftebedarfs seien gut ausgebildete Menschen mit Behinderung ein wichtiges Potenzial für Arbeitgeber, so Marx weiter.

Die Studie „Chancen und Barrieren für hochqualifizierte Menschen mit Behinderung“ wurde von September 2012 bis April 2013 von der Universität Köln im Auftrag der Aktion Mensch durchgeführt.

Ein Faktenblatt zur Studie >> zum Download als Word-Dokument

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