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Chancen von befristet Beschäftigten in vergangenen Jahren gestiegen

Nürnberg (afp) – Die Chancen von befristet Beschäftigten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr seien 39 Prozent aller Beschäftigten mit befristeten Arbeitsverträgen von ihren Arbeitgebern anschließend unbefristet übernommen worden, ergab eine am Donnerstag vorgestellte Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. 2009 lag die Quote demnach noch bei 30 Prozent.

Nur noch 28 Prozent der Beschäftigten mussten das Unternehmen laut IAB am Ende eines befristeten Arbeitsvertrages verlassen, nach 37 Prozent 2009. Die Zahl der Verlängerungen blieb mit 33 Prozent gleich.

Trotzdem ist die Zahl befristeter Verträge heute deutlich höher als 1996: Damals hatten gerade einmal 1,3 Millionen Beschäftige einen befristeten Vertrag, heute sind es 2,7 Millionen. Besonders häufig sind Befristungen laut IAB in den Bereichen Erziehung und Unterricht sowie Öffentliche Verwaltung: Dort seien Stellen häufig an Projekt- und Haushaltsmittel gebunden und daher befristet. Auch die Übernahmequote in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ist dort besonders gering.

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