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Kasino in Kambodscha entlässt Beschäftigte nach Streik für mehr Lohn

Phnom Penh (afp) – In Kambodscha sind mehrere hundert Beschäftigte eines Kasinos nach einem Streik entlassen worden. Mehr als 400 Angestellte des NagaWorld-Hotels und -Kasinos, darunter Croupiers, Fahrer und Putzleute, hätten per E-Mail die Kündigung erhalten oder seien freigestellt worden, sagte der Gewerkschaftsvertreter Sok Narith am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als tausend Beschäftigte hätten sich seit zehn Tagen an dem Streik beteiligt. Sie verlangen nach Angaben des Gewerkschafters eine Lohnerhöhung und bessere Arbeitsbedingungen.

„Der Streik ist rechtens“, sagte der Gewerkschafter. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. In einer E-Mail an leitende Angestellte heißt es aber, 413 Beschäftigte seien entlassen oder freigestellt, weil sie an einem „illegalen Streik“ teilgenommen hätten. Hunderte verlangten am Montag vor dem Kasino, wieder eingestellt zu werden.

In Kambodscha gab es zuletzt mehrfach Proteste gegen Niedriglöhne und schlechte Arbeitsbedingungen, bislang vor allem von Arbeitern in Textilfabriken, die für westliche Firmen produzieren. Kasinos sind in Kambodscha für Ausländer erlaubt – vor allem Thailänder und Chinesen kommen deshalb zum Spielen ins Land.

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