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BSH-Nachhaltigkeitsbericht: Nutzen im Sinn. Nachhaltigkeit zum Ziel.

Für die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) war 2012 operativ ein sehr gutes Jahr, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung Kurt-Ludwig Gutberlet auf der Jahrespressekonferenz bekannt gab. Ob dies auch für die Nachhaltigkeitsbilanz gilt, darüber soll der neue CR-Bericht Auskunft geben.

München (csr-news) > Für die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) war 2012 operativ ein sehr gutes Jahr, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung Kurt-Ludwig Gutberlet auf der Jahrespressekonferenz bekannt gab. Ob dies auch für die Nachhaltigkeitsbilanz gilt, darüber soll der neue CR-Bericht Auskunft geben.

„Unser wirtschaftlicher Erfolg ist das Resultat einer klaren strategischen Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften, auf die wichtigsten Wachstumsmärkte und vor allem auf Innovationen, insbesondere bei energieeffizienten Hausgeräten“, heißt es direkt im Vorwort. Rund 47 Millionen Geräte hat das Unternehmen im vergangenen Jahr weltweit verkauft und damit einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Insbesondere die kleinen Haushaltsgeräte, die sogenannten Consumer Products, verkauften sich gut und trugen überproportional zum Unternehmenswachstum bei. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sind vor allem die sogenannten supereffizienten Geräte interessant. Deren Anteil am Absatz hat sich 2012 mit rund vier Millionen verkauften Geräten nahezu verdoppelt. Die Geräte in diesem Produktportfolio müssen zu den sparsamsten am Markt verfügbaren Produkten gehören und der höchsten Energieeffizienzklasse entsprechen. Allein 2012 stieg der Umsatzanteil dieser Geräte von 28 auf 31 Prozent am Gesamtabsatz und belegt damit die zunehmende Bedeutung für das Unternehmen. „Wir werden weiterhin alles tun, um unsere innovativen Technologien in immer mehr Hausgeräten verfügbar zu machen. Denn hier ist der Beitrag zum Klimaschutz besonders groß“, so Gutberlet.

Insgesamt standen im vergangenen Jahr vor allem die Themen Kundendienst, Lieferkette, Energieeffizienz, Diversity sowie Stoffe und Materialien im Fokus der strategischen Nachhaltigkeitsaktivitäten. Im Bereich Umwelt bildet das Programm „Ressourceneffizienz 2015“ für Fabriken und Gebäude einen wichtigen Schwerpunkt. Damit soll an allen Produktions- und Verwaltungsstandorten der Verbrauch von Wasser und Energie bis 2015 um 25 Prozent gesenkt werden. Auf der anderen Seite steht die Umweltbelastung der Produkte, und zwar nicht nur bei der Produktion, sondern vor allem auch während der Nutzungsphase. Die BSH setzt hier vorrangig auf die Langlebigkeit ihrer Haushaltsgeräte und hat den Anspruch der Ressourcenschonung fest in die Produktentwicklung integriert. Bei Haushaltsgeräten entfallen üblicherweise rund 95 Prozent der Umweltbelastungen auf die Nutzungsphase. Mit den supereffizienten Geräten konnte BSH diesen Anteil bereits auf unter 90 Prozent senken. Ressourceneffizienz aber auch beim Einsatz der verwendeten Materialien – in den Waschmaschinenmotoren werden nur noch Magnete verwendet, die nicht aus seltenen Erden hergestellt sind. Dennoch konnte der Energieeinsatz, bezogen auf eine Tonne Produkt, nicht gesenkt werden, sondern hat sich sogar leicht erhöht. Als Grund führt BSH eine geringere Produkttonnage und ein verändertes Produktportfolio an.

Beim Thema Mitarbeiter muss das Unternehmen zunehmend auf die Herausforderungen durch den demografischen Wandel reagieren. Das Durchschnittsalter der rund 47.000 Mitarbeiter hat sich im vergangenen Jahr weiter erhöht. Gesundes und sicheres Arbeiten gewinnt deshalb an Bedeutung. Für eine ausgewogene Work-Life-Balance bietet BSH verschieden Arbeitszeitmodelle an. Diese reichen von Teilzeit, wird von etwa 4,8 Prozent der Beschäftigten genutzt (in Deutschland etwa 10 Prozent) über die Möglichkeit zur Gleitzeit (wird von 38,4 Prozent der Beschäftigten genutzt) bis hin zum Homeoffice (1,7 Prozent Heimarbeiter sind bei BSH beschäftigt). Keine signifikanten Änderungen bei den Arbeitsunfällen. Zwar ist die Kennzahl von 7,1 auf 6,7 gesunken, dafür hat sich allerdings die Zahl der Ausfalltage pro Unfall deutlich auf fast 20 Tage erhöht. In dieser Arbeitsschutzstatistik sind auch die Zahlen von, durch BSH beauftragte, Fremdfirmen enthalten. In diesen gab es 2012 einen tödlichen Unfall.