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Obama will Afrikas Energiesektor fördern

Johannesburg (afp) – US-Präsident Barack Obama will bei seiner derzeitigen Afrika-Reise einen Investitionsplan mit einem Umfang von sieben Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro) zur Stabilisierung der Energieversorgung auf dem Kontinent vorstellen. Obama werde sein Vorhaben namens „Power Africa“ am Sonntagabend (18.00 Uhr) während einer Rede in der Universität Kapstadt präsentieren, teilte das Weiße Haus mit. Die auf fünf Jahre angesetzten US-Investitionen sollen die Stromversorgung südlich der Sahara verbessern, wo vielfach Versorgungsengpässe und Stromausfälle an der Tagesordnung sind.

Der Zugang zur Energieversorgung in dem Gebiet solle verdoppelt werden, hieß es in der Erklärung des Weißen Hauses. Derzeit sind demnach zwei Drittel der Menschen südlich der Sahara ohne Stromversorgung. „Power Africa“ setze auf „Afrikas enormes Energiepotenzial, darunter neue Entdeckungen riesiger Öl- und Gasreserven, und das Potenzial, saubere Geothermie-, Wasserkraft-, Wind- und Solarenergie auszubauen“. Zu den Nutznießern der US-Investitionen sollen Äthiopien, Ghana, Kenia, Liberia, Nigeria und Tansania gehören.

Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur müssten mehr als 300 Milliarden Dollar investiert werden, um bis 2030 allen Afrikanern südlich der Sahara Zugang zur Energieversorgung zu verschaffen.