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TUI reagiert auf Facebook-Proteste

Hannover (csr-news) > Vor wenigen Tagen hatte das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mitgeteilt, dass der Reiseveranstalter TUI sei, Türkei-Programm um den Besuch eines Delfinariums erweitert hatte. Daraufhin kam es im Social-Web zu deutlichen Protesten. Heute nun ein Einlenken des Unternehmens. Auf seiner Facebook-Seite erklärte TUI: „Wir haben in den letzten Stunden gemeinsam mit der Geschäftsführung der TUI Deutschland und unserem Nachhaltigkeitsbeauftragten Prof. Dr. Harald Zeiss intensiv über Eure Kritik und Anmerkung zur Wiederaufnahme der Ticketverkäufe in das Sealanya Delfinarium in der Türkei diskutiert.
Wir haben uns entschieden, ab sofort den Verkauf der Ausflüge in das Sealanya Delfinarium in der Türkei zu stoppen“.

Erst vor zwei Jahren hatte sich TUI in der Türkei aus dem Geschäft mit Delfinarienangeboten zurückgezogen. Die Tierschutzorganisation WDSF hatte katastrophale Haltungsbedingungen mit etlichen Todesfällen in türkischen Delfinarien dokumentiert. Als Grund für die Wiederaufnahme hatte ein Unternehmenssprecher gegenüber dem WDSF vor allem die starke Nachfrage der Touristen genannt. „Mit dem Angebot stellen wir sicher, dass die Urlauber ein kontrolliertes und zertifiziertes Delfinarium besuchen und nicht auf eigene Faust mangelhafte Einrichtungen aufsuchen“. Mit dem Protest hatte man bei TUI wohl nicht gerechnet. Dennoch will der Konzern weiter prüfen. In der heutigen Erklärung heißt es: „Wir werden uns das Delfinarium noch mal sehr genau mit Experten anschauen und gehen damit Eurer Kritik nach. Wenn wir diese nicht ausräumen können, werden wir diesen Ausflug auch in Zukunft nicht mehr anbieten“. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller dazu: „Die Aussage von TUI ist das übliche Wischiwaschi. Man hält sich immer eine Hintertür offen, obwohl die Beweislage der Tierquälerei erdrückend ist“.

 

 

 

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