Nachrichten

Studenten wollen Balance zwischen Beruf und Privatleben

Hannover (csr-news) >  Der Wunsch nach mehr Planbarkeit und Freiräumen für eine individuelle Lebensgestaltung gewinnt bei Studenten immer mehr an Bedeutung. Die am Donnerstag in Hannover vorgestellte Ausgabe der Langzeitstudie „Continental-Studentenumfrage“ widmete sich unter anderem der Frage: Was bedeutet für die Studierenden Work-Life-Balance? Während 2006 nur 17 Prozent der Studierenden den Wunsch nach planbaren Arbeitszeiten mit einer tariflich geregelten 40 Stunden Arbeitswoche äußerten, waren es 2010 bereits 30 Prozent. Aktuell sind es sogar 39 Prozent, dies ist der bisher höchste Wert seit Beginn der Befragung. Umgekehrt sind nur noch 21 Prozent bereit, frei vereinbart über 40 Stunden pro Woche zu arbeiten – 2006 waren es noch 48 Prozent, 2010 lediglich 31 Prozent. „Beruflichen Erfolg und Privatleben in eine gesunde Balance zu bringen, ist immer ein Zeichen intelligenten und flexiblen Arbeitens. Besonders lange Arbeitszeiten können genauso wenig eine Lösung sein, wie die Reduktion der Arbeitszeit. Unsinnig lange Arbeitstage, Meetings nach 18 Uhr und am Wochenende sowie nächtliche Feuerwehreinsätze sind fast immer eine Folge ineffizienter Prozesse und mangelnder Kooperation“, so Continental-Personalvorstand Elke Strathmann. Bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber stehen eine unbefristete Anstellung sowie Verdienstmöglichkeiten und Sozialleistungen bei den jungen Menschen ganz oben auf der Liste. Erst danach folgen der eigene Aufgabenbereich oder auch Weiterbildungsoptionen. Vier von fünf Studierenden geben an, nicht der Einsatz von Ellenbogen sei für sie wichtig, sondern kollegiale Zusammenarbeit.