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Britischen Bankern droht bei Fehlverhalten Haftstrafe

London (afp) – Bankern in Großbritannien droht bei Fehlverhalten künftig eher eine Haftstrafe als bisher. Geplant sei, „rücksichtsloses Verhalten“ von Bankangestellten als Straftat zu verfolgen, teilte die britische Regierung am Montag mit. Damit werde eine der Hauptforderungen einer parlamentarischen Kommission erfüllt. Das Gremium war nach dem Skandal um die Manipulation des international wichtigen Zinssatzes Libor im vergangenen Jahr einberufen worden.

Außerdem soll die Auszahlung von Boni für Banker künftig bis zu zehn Jahre gestundet werden, um allzu riskantes Verhalten zu verhindern und die Vergütung besser an den tatsächlichen Erfolg anzupassen. Bereits ausgezahlte Prämien an Angestellte von staatlich gestützten Banken können den Plänen zufolge zurückgefordert werden.

„Das Verhalten einiger Banker hat das Ansehen eines ganzen Industriezweigs mit hunderttausenden Angestellten beschädigt, der eine wesentliche Bedeutung für unseren wirtschaftlichen Erfolg hat“, teilten Finanzminister George Osborne und Wirtschaftsminister Vince Cable mit. Das Vertrauen in den britischen Bankensektor war in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Skandalen erschüttert worden.

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