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Kohle-Heizung in China verkürzt Lebenserwartung drastisch

Washington (afp) – Das großflächige Heizen chinesischer Haushalte mit gratis abgegebener Kohle hat die Lebenserwartung in den betroffenen Gebieten um durchschnittlich fünf Jahre verkürzt. Dies ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Studie am Massachusetts Institute of Technology (MTI), an der sich Forscher aus China und Israel beteiligten. Sie fanden heraus, dass die Lebenserwartung nördlich des Huai-Flusses in der Volksrepublik China um durchschnittlich fünfeinhalb Jahre kürzer war, weil die staatliche Fürsorgepolitik dort über Jahrzehnte die Abgabe von Kohle zum Heizen für alle Bedürftigen vorsah.

Die durch das Heizen mit Kohle in die Luft gelangenden Partikel von Rauch und Ruß haben der Studie zufolge eine deutlich erhöhte Sterblichkeit aufgrund von Atemwegs- und Herzerkrankungen zur Folge. Es wurden Werte aus dem Zeitraum 1981 bis 2001 zugrunde gelegt. Die Studie wurde unter der Leitung des Umweltökonomen Michael Greenstone erstellt.

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