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Fischbestände in EU haben sich deutlich erholt

Hamburg (afp) – Die wirtschaftlich genutzten Fischbestände in den Gewässern der EU haben sich in den vergangenen Jahren deutlich erholt. Auf entsprechende Daten der EU-Kommission wies der Deutsche Fischerei-Verband am Donnerstag in Hamburg hin. Laut den jährlich veröffentlichen „Konsultationen zu den Fangmöglichkeiten“ waren 2005 alle bedeutsamen Bestände zu 94 Prozent überfischt. Seitdem sinkt diese Quote und hat sich in diesem Jahr auf 39 Prozent verbessert. Zudem hat sich der Anteil der Bestände in „sicheren biologischen Grenzen“ seit 2004 auf nun 59 Prozent mehr als verdoppelt.

Ursache für diese Erholung sind die von EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki durchgesetzten Langzeit-Managementpläne und Fangquoten, die sich immer mehr an den Empfehlungen der EU-Fischereibiologen orientieren. Probleme gibt es aber vor allem noch im Mittelmeer.

Dem Fischerei-Verband zufolge zahlt sich diese positive Entwicklung aus, da mit den wachsenden Beständen wieder mehr Fisch gefangen werden könne. So seien die Erlöse der europäischen Fischer 2012 nach Heraufsetzen der Fangquoten bei erholten Fischbeständen um 135 Millionen Euro gestiegen. Experten schätzten sogar, dass der Wert der Fänge in der EU um mehrere Milliarden Euro wachsen könne, wenn alle Bestände nachhaltig bewirtschaftet würden.