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Green Economy als Wachstumsmotor

Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich für deutsche Unternehmen aus. Das zeigt die neue Studie „Green Economy in der Praxis: Erfolgsbeispiele aus deutschen Unternehmen“, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und das Bundesumweltministerium heute in Berlin vorstellten. Anhand von 22 Beispielen aus der gesamten industriellen Wertschöpfungskette wird gezeigt, wie Unternehmen erfolgreich auf Effizienz durch Ökologie setzen.

Berlin (csr-news) > Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich für deutsche Unternehmen aus. Das zeigt die neue Studie „Green Economy in der Praxis: Erfolgsbeispiele aus deutschen Unternehmen“, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und das Bundesumweltministerium heute in Berlin vorstellten. Anhand von 22 Beispielen aus der gesamten industriellen Wertschöpfungskette wird gezeigt, wie Unternehmen erfolgreich auf Effizienz durch Ökologie setzen.

„Die Berücksichtigung ökologischer Belange in der Wirtschaft ist der entscheidende Motor für Zukunftsfähigkeit“, so Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. „Deutschland hat diesen Pfad schon seit langer Zeit beschritten. Der Prozess ist in der gesamten Industrie im vollen Gange“. Das sollen die 22 Beispiele quer durch die deutsche Unternehmenslandschaft zeigen. Diese reichen von Betrieben, die für ihr Material recycelte Fasern oder nachwachsende Rohstoffe nutzen, bis zu Firmen, die ihre CO2-Bilanzen entlang der Wertschöpfungskette offenlegen. Die Vorbilder sollen andere Unternehmen anregen und ermutigen, nach neuen Wegen für nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften zu suchen. „Deutsche Unternehmen benötigen schon heute deutlich weniger Rohstoffe und Energie und stoßen weniger Schadstoffe aus als noch vor zehn Jahren, um die gleichen Erträge zu erwirtschaften. So haben sich nicht zuletzt Umwelt- und Effizienztechnologien in Deutschland und der ganzen Welt zu bedeutenden Wirtschaftsfaktoren entwickelt“. Der Anteil dieses Wirtschaftszweiges am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt inzwischen bei knapp 11 Prozent und wird sich nach Einschätzung des BMU bis 2025 weiter deutlich erhöhen. Auch international setzt sich grüne Technologie aus Deutschland zunehmend durch. Der Anteil Deutschlands am Weltmarkt liegt bereits bei 15 Prozent. Im Jahr 2011 erreichte das globale Volumen für diese Märkte 2.044 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 wird es nach Schätzungen mit über 4.400 Milliarden Euro mehr als doppelt so groß sein.

Wie das konkret in der betrieblichen Praxis aussieht, dass sollen die Best-Practice-Beispiele zeigen. Ein Beispiel ist der Lackhersteller Karl Wörwag aus Stuttgart. Mit rund 800 Mitarbeitern produziert das Unternehmen Lacke für industrielle Anwendungen. Um den sehr zeit- und energieaufwendigen Lackier-Prozess nachhaltig zu verändern, entwickelte der mittelständische Betrieb eine umweltschonendere Lackfolienbeschichtung. Dadurch wurde der Energieaufwand auf ein Achtel reduziert, die Qualität der lackierten Oberflächen aber gleichzeitig beibehalten. Um Energie- und vor allem Wassereinsparung ging es auch bei dem kleinen Familienbetrieb Martin Pfaffmann Weingelee aus Landau. Aus rund 100.000 Litern Wein produziert das Unternehmen jährlich rund 800.000 Gläser Weingelee. Der Prozess zur Herstellung ist sehr wärme- und wasserintensiv. Durch den Einsatz neuer Technologien konnte der Gasverbrauch um ein Drittel, der Wasserverbrauch sogar um 90 Prozent gesenkt werden. Neben Beispielen aus dem Mittelstand werden aber auch Effizienzvorhaben aus Großunternehmen wie etwa BASF, Bayer oder Siemens präsentiert. Mit der neuen Broschüre knüpfen BMU und BDI unmittelbar an das „Memorandum für eine Green Economy“ aus dem vergangenen Jahr an. Beide Publikationen stehen auf der Website des BMU zum Download zur Verfügung: Green Economy in der Praxis – Erfolgsbeispiele aus deutschen Unternehmen, „Memorandum für eine Green Economy“