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Düsseldorfer Ständehausgespräch: „Markenunternehmen sind die Treiber der Nachhaltigkeit“

Markenkommunikation darf keine Einbahnstraße sein, es geht um den Dialog mit Mitarbeitern und Kunden. Weiter sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD), im Zentrum sollten dabei Glaubwürdigkeit, Transparenz und eine „auf die tatsächlichen Leistungen des Unternehmens bezogene Kommunikation mit den Stakeholdergruppen“ stehen. Der Wirtschaftsminister sprach am 17. Juli in Düsseldorf auf dem von seinem Ministerium veranstalteten „Ständehausgespräch zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen“.

Düsseldorf (csr-news) – Markenkommunikation darf keine Einbahnstraße sein, es geht um den Dialog mit Mitarbeitern und Kunden. Weiter sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD), im Zentrum sollten dabei Glaubwürdigkeit, Transparenz und eine „auf die tatsächlichen Leistungen des Unternehmens bezogene Kommunikation mit den Stakeholdergruppen“ stehen. Zu Marken hätten Kunden eine besondere Beziehung. Jedoch „wenn das Vertrauen zur Marke verloren geht, schlagen die positiven Aspekte ins Negative um“. Dies geschehe, wenn Kinderarbeit in der Zulieferkette einer Marke auftauche. Duin weiter: „Heute erwarten Menschen, dass Unternehmen Verantwortung für ihr Kerngeschäft“ übernehmen. Der Wirtschaftsminister sprach am 17. Juli in Düsseldorf auf dem von seinem Ministerium veranstalteten „Ständehausgespräch zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen“.

Dass Verbraucher heute ein deutlich höheres Anspruchsniveau in Sachen Nachhaltigkeit an Unternehmen richten, berichtete Hermann Bühlbecker, Alleingesellschafter der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz. Dies werde über den Lebensmittehandel zu den Herstellern transportiert und auch über das Internet gingen viele Anfragen zu Nachhaltigkeitsthemen bei seinem Unternehmen ein. Bühlbecker weiter: „Auch die Forderung nach Transparenz ist sehr viel größer werden: Wo kommen Produkte her? Unter welchen Bedingungen wurden sie produziert?“ Wichtige Themen für die Printen- und Schokoladenfabrik seien etwa die Herstellungsbedingungen von Kakao oder Palmfett.

Marken wie Lambertz sind für den Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes, Christian Köhler, die Treiber der Nachhaltigkeit. „Marken treiben Nachhaltigkeit aus Eigenverantwortung und Innovationsorientierung“, so Köhler weiter. Eine nachhaltige Entwicklung sei jedoch auf die gemeinsame Anstrengung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft angewiesen. Der Markenverband unterstütze seine Mitglieder dabei durch eine Nachhaltigkeitsoffensive, die auf die Sensibilisierung der Unternehmen für Verantwortungsthemen, auf eine Motivierung durch den Austausch über Best Practice und auf die Kommunikation der erreichten Leistungen und Erfolge ziele.

Der Berliner Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz vertrat die These, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie erreicht worden sei – die „grüne Balance“. Im 21. Jahrhundert gehe es nun um die „rote Balance“: den Ausgleich zwischen Ökonomie und sozialer Verantwortung. Bolz weiter: „Größe Unternehmen müssen sich zunehmend verstehen als große Bürger.“ Ein Unternehmen, das sich für seine Mitarbeiter und die Zukunftsprobleme der Welt engagiere, praktiziere einen „caring capitalism“. Dies trage zu einem „spirituellen Mehrwert der Marke“ bei, der für deren Verkaufserfolg immer wichtiger werde.

Foto (von links nach rechts): Markenverbandschef Christian Köhler, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Unternehmer Hermann Bühlbecker

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