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„Frische“ Äpfel

Der Bodensee-Raum ist ja berühmt dafür: Äpfel. Zur Zeit fragt sich die compamedia-Blogautorin Silke Masurat aber, ob sie die knackigen Früchte nicht besser aus Neuseeland beziehen sollte … Warum? Die Antwort auf diese Frage ist – Achtung, Wortspiel – naheliegend: Denn der Bodenseeapfel muss zwar nicht um die halbe Welt transportiert werden, um jetzt bei mir auf dem Teller zu landen. Er muss aber acht Monate gelagert und vor allem gekühlt werden! Und das frisst doch bestimmt mehr Energie, als das neuseeländische Exemplar auf seiner weiten Reise verbraucht. Oder?

Überlingen (csr-service) – Der Bodensee-Raum ist ja berühmt dafür: Äpfel. Zur Zeit fragt sich die compamedia-Blogautorin Silke Masurat aber, ob sie die knackigen Früchte nicht besser aus Neuseeland beziehen sollte …

Warum? Die Antwort auf diese Frage ist – Achtung, Wortspiel – naheliegend: Denn der Bodenseeapfel muss zwar nicht um die halbe Welt transportiert werden, um jetzt bei mir auf dem Teller zu landen. Er muss aber acht Monate gelagert und vor allem gekühlt werden! Und das frisst doch bestimmt mehr Energie, als das neuseeländische Exemplar auf seiner weiten Reise verbraucht. Oder?

Dr. Michael Blanke von der Universität Bonn hat das untersucht. Sein Ergebnis ist wahrlich überraschend, denn: Der neuseeländische Apfel verbraucht von der Ernte bis zum Supermarkt trotz allem etwa ein Viertel mehr Energie als sein deutscher Kollege. (Die Untersuchung bezog sich allerdings auf einen Kauf im April. Jetzt wäre die Bilanz also noch etwas ausgeglichener, da der deutsche Apfel drei Monate Kühlung mehr auf dem Fruchtfleisch hat.) Allerdings: Um ein Kilo Äpfel aus dem Supermarkt zu uns zu bekommen, blasen wir genau diese Differenz, etwa 1,6 Megajoule, in die Luft – wenn wir mit dem Auto fahren!

Deshalb: Wer seinen Mitarbeitern auch im heißen Sommer frische Apfel-Vitamine gönnen will, der sollte sie einfach mit dem Fahrrad ins Büro transportieren. Dann ist es fast egal, von wo das gute Stück letztendlich kommt. Noch besser ist aber natürlich die einfache Faustregel: Nur, was gerade Saison hat, ist wirklich gut. Und ganz ehrlich: Wer würde angesichts von Himbeeren, Kirschen oder Erdbeeren da schon widersprechen wollen?

Herzlichst

Ihre

Silke Masurat