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Relevanz von nachhaltigem Design in der Hochschulausbildung

Berlin (csr-news) > Bereits während der Produktentwicklung werden wesentliche Parameter festgelegt, die über die Nachhaltigkeit eines Produkts in der Produktion und der späteren Nutzungsphase entscheiden. Die Herausforderung für Designer und Hersteller neuer Produkte besteht jedoch darin, Umweltaspekte nicht auf Kosten der Ansprüche an Innovation und gutes Design zu berücksichtigen. Die Berliner Agentur „white lobster“ hat in einer Studie untersucht, wie die zukünftigen Designer auf diese Herausforderung bereits während der Hochschulausbildung vorbereitet werden. Dazu wurde von Februar bis Juni eine Umfrage unter Dozenten an deutschen Hochschulen für Produkt- und Industriedesign durchgeführt. Ergebnis: Nahezu alle Befragten interessieren sich für den Themenkomplex nachhaltige Produktentwicklung, etwas mehr als die Hälfte bieten auch entsprechende Lehrveranstaltungen an. Rund 60 Prozent der Befragten betrachten nachhaltiges Design als Ecodesign, d.h. als „Designprozess zur ganzheitlichen Verbesserung der Umwelteinflüsse von Produkten“, rund ein Drittel als Sustainable Design durch die Einbeziehung sozialer Aspekte. Nur 7 Prozent sehen den Austausch von Materialien, das sogenannte Green Design, als unabdingbar. Ein Großteil der Dozenten sieht die Hochschulen als „Treiber“ damit künftig mehr nachhaltige Produkte entwickelt werden. Über die Hälfte wünscht sich eine Plattform für Informationen und Austausch und halten Workshops mit Tools und Verfahren für wichtig, um Wissen besser in die Praxis überführen zu können. Über zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass nachhaltiges Design kurzfristig stark an Bedeutung gewinnen wird.

Passend zum Thema startet am 1. August der Wettbewerb zum „Green Product Award“. Ab dann können Hersteller und Designer ihre Produkte einreichen. Weitere Informationen enthält die Internetseite zum Wettbewerb.

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