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Textilabkommen von Bangladesch als Blaupause für Pakistan

London (csr-news) – Der internationale Gewerkschaftsbund IndustriAll will ein gesetzlich bindendes Abkommen der Textilindustrie für Pakistan. Dies solle sich an dem Abkommen für Bangladesch orientieren und sei bei IndustriAll bereits in Arbeit, berichtet die Online-Ausgabe der Zeitung The Guardian. Danach seien die Arbeitsplatzrisiken in Pakistan und China noch größer als in Bangladesch. Nach Angaben des Nachrichtenprotals sagte der Generalsekretär von IndustriAll, Jyrki Raina, viele der Handelsketten, die das Abkommen für Bangladesch unterzeichnet hätten, ließen auch in Pakistan produzieren. Raina: „Die Strategie der Durchdringung der globalen Zulieferkette funktioniert und sollte eine Blaupause für Länder über Bangladesch hinaus sein.“ Der Erfolg dieser Vereinbarung bestehe darin, dass Handelsketten die Kosten der Fabrikinspektionen und der erforderlichen Verbesserungen trügen und belangt werden könnten, wenn sie sich dem verweigerten. Über 70 internationale Handelsketten hatten das Abkommen mit den Gewerkschaften über den Gebäude- und Brandschutz in den Textilfabriken von Bangladesch unterzeichnet, nachdem im April beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza am Rande der Hauptstadt Dhaka mehr als 1.100 Menschen ums Leben gekommen waren.

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