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Jungunternehmer fordern Rechtsanspruch auf Ganztagesschulplatz

Berlin (afp) – Deutschlands Jungunternehmer fordern von der Bundesregierung neben dem Rechtsanspruch auf Kitaplätze auch einen entsprechenden Anspruch auf Ganztagsschulplätze. Dies wäre „ein konsequenter Schritt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland möglich zu machen“, erklärte Sándor Mohácsi, Bundesvorsitzender des Verbandes Wirtschaftsjunioren Deutschland, in Berlin. Es könne nicht sein, dass Unternehmen bei Änderungen in den Stundenplänen von Kindern ihrer Beschäftigten immer wieder die Arbeitszeiten neu festlegen müssten.

„Wir brauchen eine Zuverlässigkeit in der Kinderbetreuung – für Eltern und für Arbeitgeber“, erklärte der Verband. Dabei gehe es nicht um eine „ganztägige Aufbewahrung“ der Kinder, sondern um „echte Ganztagesschulen, die die Kinder fördern und die Eltern entlasten“. Zudem müsse die Bundesregierung es Unternehmen ermöglichen, Betreuungskosten für schulpflichtige Kinder frei von Steuern und Abgaben für die Sozialversicherung zu bezuschussen, wie das bei Vorschulkindern bereits möglich sei.

Am Donnerstag tritt ein bundesweiter Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Kraft. Der Verband Wirtschaftsjunioren ist eine Interessenvertretung junger Unternehmer unter 40 Jahren, in der über 10.000 Mitglieder organisiert sind.

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